Attacke auf iCloud

Apple bestätigt Hackerangriffe

Cupertino - Nach Berichten über chinesische Hackerattacken auf seinen Online-Speicherdienst iCloud hat der US-Technologiekonzern Apple Cyberangriffe eingeräumt.

Es gebe derzeit "zeitweise" Angriffe, um an Nutzerdaten zu kommen, teilte Apple am Dienstag in einem Sicherheitshinweis mit. Die iCloud-Server seien jedoch nicht geknackt worden, auch das Einloggen in den Speicherdienst sei von den Angriffen nicht beeinträchtigt. Auf China als möglichen Urheber nahm Apple keinen Bezug. Das Unternehmen appellierte an seine Nutzer, auf die Sicherheitsaufforderungen der Software zu hören und unsichere Internetseiten bei einer Warnung nicht zu öffnen.

Zuvor hatte der Blog GreatFire.org, der die Internetzensur in China beobachtet, von Angriffen auf den iCloud-Dienst berichtet. Die "chinesischen Behörden" wollten so an die Nutzerdaten, Passwörter und sämtliche in dem Onlinespeicher abgelegten Daten wie Fotos und Videos kommen. Als mögliche Gründe für die Angriffe verwies die Internetseite auf den Verkaufsstart des iPhone6 in China und die Proteste für mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong.

Vor wenigen Wochen hatten Hacker für Furore gesorgt, als sie die iCloud-Konten von Prominenten knackten und dort gespeicherte Nacktfotos im Internet veröffentlichten. Betroffen waren unter anderem die Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence und Topmodel Kate Upton. Apple zufolge wurden sie Opfer von "gezielten Attacken", die iCloud oder andere Apple-Systeme seien nicht geknackt worden.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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