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Eine Hand hält ein Vergrößerungsglas vor die Internetseite des Online-Speicherdienstes iCloud von Apple.

Bilder werden automatisch hochgeladen

Star-Fotos gehackt - Was Sie beachten sollten

Berlin - Viele Smartphone-Nutzer laden ihre Bilder automatisch auf einen Online-Dienst hoch. Das wurde einigen Stars nun offenbar zum Verhängnis: was Sie beachten sollten.

Nach dem Auftauchen Dutzender Nacktfotos von Stars wie Jennifer Lawrence oder Rihanna im Internet haben der US-Medienkonzern Apple und die Bundespolizei FBI Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Hackerangriff aufgenommen. "Wir nehmen die Privatsphäre unserer Nutzer sehr ernst", sagte Apple-Sprecherin Natalie Kerris am Montag der Website Re/code. Deshalb würden Berichte "aktiv" überpüft, wonach die Fotos durch einen Angriff auf Apples Online-Speicherdienst iCloud erbeutet wurden. FBI-Sprecherin Laura Eimiller sagte der "Los Angeles Times", ihre Behörde habe sich ebenfalls in den Fall eingeschaltet.

Unklar war am Montag, ob die Fotos tatsächlich über iCloud entwendet wurden oder mit Hilfe einer inzwischen geschlossenen Lücke in Apples "Find my Phone"-App, die abhanden gekommene iPhones aufspürt. Andere Experten wiesen darauf hin, dass die Aufnahmen aus verschiedenen Quellen stammen und schon über Jahre gesammelt worden sein könnten. Laut der Nachrichten-Website hatte ihr ein Nutzer schon Anfang August berichtet, ihm seien Nacktfotos zum Kauf angeboten worden. iCloud und anderen Online-Speicherdiensten wie DropBox oder GoogleDrive schadet jedoch schon der geringste Zweifel an ihrer Sicherheit.

Was Sie bei Online-Speicherdiensten beachten sollten

Wer seine privaten Fotos vom Smartphone mit Online-Speicherdiensten wie Apples Fotostream, Flickr, Google+ oder Onedrive synchronisiert, sollte sich gleich zu Anfang gut mit den Einstellungen zur Privatsphäre auseinandersetzen oder die Funktion sicherheitshalber abschalten. Nur so ist sichergestellt, dass Bilder nicht von Unbefugten angeschaut werden können.

Bei Diensten wie Dropbox, Flickr, Google Drive oder Apples Fotostream können die eigenen Bilder sowohl privat gespeichert als auch mit anderen Menschen geteilt werden. Deswegen sollte man bei neu angelegten Alben und Ordnern darauf achten, dass sie nicht versehentlich öffentlich freigegeben werden, sondern nur berechtigte Personen Zugriff darauf erhalten.

Vorsicht gilt auch beim Löschen von Inhalten. Je nach gewählter Einstellung wird ein Bild nicht automatisch vom Onlinespeicher entfernt, sobald es vom Telefon gelöscht wird. Nutzt man beispielsweise Apples Fotostream, bleiben maximal die aktuellsten 1000 Bilder auf dem Telefon gespeichert - im Onlinespeicher können aber bis zu 5000 Aufnahmen abgelegt werden.

Soll nun ein Foto tatsächlich verschwinden, müssen Nutzer darauf achten, dass dies nicht nur im lokalen Telefonspeicher geschieht, sondern auch im Netz. Dazu sollte zur Sicherheit auch immer noch einmal in der entsprechenden App oder über den Browserzugang des Dienstes kontrolliert werden, ob die Datei noch vorhanden ist.

Zudem gilt natürlich: Wählen Sie ein sicheres Passwort. Es wird spekuliert, dass Stars Opfer der Hacker-Attacken wurden, nachdem sie ein zu schwaches Passwort gewählt hatten.

dpa/AFP

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