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Einige Magazine können iPad-Besitzer schon jetzt über den Tablet-Computer abonnieren

Apple plant iPad-Kiosk

New York - iPad-Besitzer können sich den Gang zum Zeitungsverkäufer möglicherweise bald sparen. Apple verhandelt mit US-Verlegern über einen digitalen iPad-Kiosk.

Laut US-Medienberichten versucht Apple, amerikanische Verleger für einen digitalen Zeitungskiosk zu gewinnen. Dort sollen Abonnements für Zeitungen und Magazine vor allem für den Tablet-Computer iPad angeboten werden, wie das “Wall Street Journal“ am Dienstag berichtete.

Uneinigkeit über Kundendaten

Ein Problem sei aber, dass Apple die Kontrolle über Kundendaten wie Namen, Adressen, Kreditkartennummern und andere Informationen behalten wolle, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Die Verlage legen traditionell großen Wert darauf, die Kundenbeziehungen selbst in der Hand zu haben. Die Abonnenten- Informationen sind ein wertvolles Gut, das ihnen hilft, Werbekunden zu gewinnen und die Angebote besser auf die Leser auszurichten.

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Die Differenzen über die Verwaltung der Kundendaten seien auch der Grund, warum es trotz anfänglicher großer Ankündigungen bisher kaum Abo-Angebote für das iPad gebe. Große US-Magazine wie “Vanity Fair“ oder “Sports Illustrated“ sind zwar auch mit iPad-Versionen am Markt - jede Ausgabe muss jedoch einzeln über Apples Bezahlsystem erworben werden. Nur bei einigen Medien wie etwa dem “Wall Street Journal“, der “Financial Times“ oder in Deutschland dem “Spiegel“ können die Abonnenten der digitalen Ausgaben bereits jetzt auch die iPad-Versionen ohne weitere Kosten nutzen.

Sorge um Abonnenten-Verlust

Apple hatte mit dem im Frühjahr gestarteten iPad dem Markt für Tablet-Computer einen kräftigen Schub gegeben und in der Medienbranche die Hoffnung auf neue Erlösmodelle geweckt. Allerdings wolle zum Beispiel der Time-Konzerne mit seinen Top-Titeln “People“ und “Sports Illustrated“ nicht bei Apples iPad-Kiosk mitmachen, aus Angst, die Bindung zu den Abonnenten zu verlieren, berichtete Bloomberg. Hingegen zeige sich der Rivale Hearst mit Blick auf die 160 Millionen iTunes-Kunden aufgeschlossen für die Idee.

dpa

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