+

Techniken zur Datenspeicherung

Patentprozess: Apple soll über 500 Millionen Dollar zahlen

Tyler - Apple sorgte für Schlagzeilen mit seiner Patentschlacht gegen Samsung - nun soll der iPhone-Konzern selbst über 500 Millionen Dollar an eine obskure Patentfirma zahlen.

Apple soll nach einer Gerichtsentscheidung in Texas knapp 533 Millionen Dollar an eine Patentfirma zahlen. Bei den drei Patenten geht es um Techniken zur Datenspeicherung sowie der Verwaltung von Zugängen. Der Patentverwerter Smartflash hatte ursprünglich gut 850 Millionen Dollar von Apple gefordert, weil die Technologien in der iTunes-Plattform eingesetzt worden seien. Die Geschworenen sprachen Smartflash am Dienstag 532,9 Millionen Dollar (469,6 Mio Euro) zu. Apple wolle in Berufung gehen, berichtete der Finanzdienst Bloomberg.

Die betroffenen Patente stammen aus den Jahren 2008 und 2012. Smartflash hat seinen Sitz auf den British Virgin Islands. Apple hatte argumentiert, dass die Firma selbst kein Geräte anbiete und die Patente ungültig sein. Laut Smartflash seien die Technologien Apple bereits vor rund zehn Jahren vorgeführt worden. Die Patentfirma hatte neben anderen Anbietern auch den weltgrößten Smartphone-Hersteller Samsung verklagt.

Andere in der Branche hatten bereits schmerzhafte Erfahrungen mit Patentfirmen gemacht. So zahlte der Smartphone-Pionier Blackberry im Jahr 2006 über 600 Millionen Dollar in einem Vergleich an die Firma NTP.

Sogenannte „Patent-Trolle“ - Firmen, die Schutzrechte zusammenkaufen und sie dann wie eine Art Wegezoll einsetzen - sind ein großes Problem für amerikanische Technologiekonzerne. Sie setzten sich schon lange für eine Reform des Patentsystems ein, die einen Missbrauch unterbinden soll.

Apple hatte in den vergangenen Jahren selbst mit einer weltweiten Patentschlacht gegen Samsung für Aufsehen gesorgt. Der kalifornische Konzern warf dem südkoreanischen Smartphone-Weltmarktführer vor, Technik und Design der iPhones und iPad-Tablets kopiert zu haben. Der größte Erfolg war, dass Geschworene in Kalifornien Apple 2012 rund eine Milliarde Dollar Schadenersatz zusprachen, die Berufung in dem Fall läuft immer noch. Die Verfahren außerhalb der USA wurden inzwischen eingestellt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

"Geofencing": Wie Händler Smartphones für Werbung nutzen
Das Smartphone wird für den stationären Handel immer wichtiger. Unternehmen arbeiten an Methoden, das Gerät für Werbung im Geschäft nutzbar zu machen. Meist werten die …
"Geofencing": Wie Händler Smartphones für Werbung nutzen
Indische Zeichen: Updates für iOS und macOS lösen Problem
Ein paar Zeichen in indischer Schrift - und die App versagt den Dienst? Sowas erleben aktuell Nutzer von iOS-Geräten. Apple hat nun ein Update veröffentlicht, das dieses …
Indische Zeichen: Updates für iOS und macOS lösen Problem
Streaming, Apps, Telefon: Geld sparen mit Familienkonten
Wer sich eine neue DVD oder CD kauft, kann sie mit Familie und Freunden teilen. Warum also Digitales doppelt kaufen? Mit Familienkonten können Nutzer Musik, Videos und …
Streaming, Apps, Telefon: Geld sparen mit Familienkonten
Windows zurücksetzen kann wichtige Daten kosten
Auch wenn sie sich eine bessere Performance erhoffen, sollten Windows-Nutzer ihren PC nicht zurücksetzen. Alle Daten, die nicht im Benutzerprofil gespeichert wurden, …
Windows zurücksetzen kann wichtige Daten kosten

Kommentare