Assistenten: Starke Einbußen bei der Besoldung

- Die bayerischen Uni-Chefs sorgen sich um den wissenschaftlichen Nachwuchs. Durch eine Neuregelung im Besoldungsrecht müssten wissenschaftliche Mitarbeiter finanzielle Einbußen bis zu 20 Prozent hinnehmen. Dies sei nicht nur ungerecht, sondern würde auch viele in andere Bundesländer vertreiben, fürchtet die "Universität Bayern e.V.".

<P>Betroffen sind bayernweit rund 2000 Stellen, die bisher nach "C1" besoldet wurden, vor allem Assistenten, die neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit als Doktoranden auch Aufgaben in der Lehre übernehmen. Wer ab sofort eine solche Stelle neu antritt, kann nicht mehr nach dem Bundesbesoldungsrecht bezahlt werden. Hintergrund ist eine bundesrechtliche Regelung, nach der der wissenschaftliche Mitarbeiter als Besoldungsgruppe nicht mehr existiert.<BR><BR>Abwanderung nach Baden-Württemberg?</P><P>"Es bleibt uns nun nichts anderes übrig, als diese Leute nach dem Bundesangestelltentarif BAT 2a zu bezahlen, weil das eine vergleichbare Einstufung ist", bemängelt Professor Wolfgang A. Herrmann, Sprecher der bayerischen Uni-Chefs. Ein alleinstehender 27-jähriger Assistent bekomme danach monatlich rund 540 Euro weniger, rund ein Fünftel seiner bisherigen Bezahlung, rechnet Herrmann vor.<BR><BR>Baden-Württemberg habe darauf mit seinem neuen Hochschulgesetz bereits reagiert, betont Herrmann. "Das Land ist unser direkter Konkurrent auf der Südschiene", warnt er. Viele "junge, tüchtige Köpfe" würden womöglich dorthin abwandern. "Das neue Bayerische Hochschulgesetz wird dagegen wohl erst im April 2006 in Kraft treten", so Herrmann. "Die Landespolitik hätte früher handeln müssen."<BR><BR>Das bayerische Wissenschaftsministerium schiebt den Schwarzen Peter jedoch weiter: "Der Bund hat wissentlich eine Ungleichheit zwischen Personalkategorien und Besoldungsrecht geschaffen", sagt Sprecher Christoph Parchmann. Zwar gebe es den wissenschaftlichen Assistenten im Hochschulrahmengesetz, nicht jedoch im Bundesbesoldungsgesetz. "Dadurch ist den Ländern die Möglichkeit genommen, diese Leute zu besolden", erklärt er.<BR><BR>Um die wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Freistaates sicherzustellen, sei das Ministerium jedoch mit den Hochschulen im Gespräch. "Wir bemühen uns um eine Lösung", verspricht Parchmann.<BR></P>

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