Astronom findet erstmals Wasser auf fernem Planeten

Astronomie: - Flagstaff - Ein US-Astronom hat erstmals Wasser auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachgewiesen. Der so genannte Exoplanet HD 209458b im Sternbild Pegasus besitze erhebliche Mengen Wasserdampf in seiner Atmosphäre.

Das berichtete das Lowell-Observatorium in Flagstaff (US-Staat Arizona) am Dienstag (Ortszeit). Lowell-Astronom Travis Barman schließt das aus einer detaillierten Analyse früherer Aufnahmen des "Hubble"-Weltraumteleskops. Hinweise auf Leben auf dem 150 Lichtjahre entfernten extrasolaren Planeten erwähnt er aber nicht.

Der Gasplanet ist rund 1,3 Mal so groß wie Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems. Er umkreist seinen Stern 21 Mal dichter als die Erde die Sonne und ist etwa 850 Grad Celsius heiß. Barman nutzte für seine Analyse die Tatsache, dass der Gasplanet von der Erde aus gesehen alle 3,5 Tage genau vor seinem Stern vorbeiwandert. Während dieses so genannten Transits schluckt die Planetenatmosphäre einen Teil des Sternenlichts. Aus der unterschiedlich starken Absorption bei verschiedenen Wellenlängen können Astronomen auf die dafür verantwortlichen Atmosphärenbestandteile schließen.

Wasserdampf wird in der Atmosphäre nahezu aller bislang bekannten Exoplaneten vermutet, ist aber wegen der großen Entfernungen nur schwer nachzuweisen. "Wir wissen jetzt von Wasserdampf in der Atmosphäre eines extrasolaren Planeten, und es gibt gute Gründe für die Annahme, dass auch andere extrasolare Planeten Wasser besitzen", sagte Barman. Seine bereits im Internet veröffentlichte Analyse wird in einer der kommenden Ausgaben des Fachblatts "Astrophysical Journal" erscheinen.

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