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Attac fälscht Die Zeit: links das Original, rechts die Fälschung von Attac.

Nachrichten, die wir uns wünschen

Am Wochenende erregten die Globalisierungsgegner von Attac Aufmerksamkeit, weil sie eine gefälschte Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit verteilten.

Die Globalisierungsgegner von Attac haben sich erlaubt, eine Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit zu fälschen. Der Titel lautet "Am Ende des Tunnels", darin geht es um die Nachrichten der Zukunft, wie sie sich Attac vorstellt. Datiert ist die Falschausgabe auf den ersten Mai 2010, sie kostet nichts.

In 100 Städten haben Mitglieder von Attac  insgesamt 150.000 Exemplare der Zeitung verteilt. Außerdem gab es eine gefälschte Ausgabe des Online-Portals der Zeit. Dort kann man die Printausgabe herunterladen. Wer sie lieber in gedruckter Form hätte, sollte sich am Montag die taz kaufen, der liegt die Attac-Zeit bei.

Produziert wurden die Inhalte hauptsächlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern, sagt Attac. Thematisch geht es um Wirtschafts- und Finanzpolitik, um Menschenrechte und das Klima. Spiegel Online hat sich mit den Inhalten der Fake-Zeit befasst und stellt Themen und Autoren vor.

Die Tagesschau zitiert die Macher: Alles, was in dem Plagiat geschrieben steht, sei in 13 Monaten umsetzbar. Die Frankfurter Rundschau schreibt über Reaktionen der echten Zeit-Macher, die sich entspannt geben und die gut gemachte Fälschung anerkennen. Online-Chef Wolfgang Blau äußert sich im Zeit-Blog beeindruckt.

Bereits im vergangenen November hatte in New York die Gruppe The-Yes-Men eine gefälschte Ausgabe der New York Times in Umlauf gebracht. Sie verkündete des Ende des Irak-Krieges und prangerte damit die vermeintlich regierungsfreundliche Berichterstattung der NYT an.

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