+
Die meisten Postfächer werden täglich mit Spam-Mails gefüllt. Sie werden am besten sofort gelöscht, denn sie könnten schädliche Software oder Phishing-Fallen enthalten. Foto: Jens Schierenbeck

Auf keinen Fall auf E-Mail-Spam antworten

Mal schnell dem exotischen Prinzen mit den Millionen antworten? Oder dem vermeintlichen Paketdienst schreiben, dass man nichts versandt hat? Eine ganz schlechte Idee. Wer auf Spam-Mails antwortet, erhält nämlich meist nur noch mehr unerwünschte Post.

Bonn (dpa/tmn) - Jeder E-Mail-Nutzer kennt Spam-Mails. Werbung für obskure Fruchtbarkeitsprodukte, Post von nigerianischen Prinzen, oder gefälschte Sendungsnachverfolgungsmails von Paketdiensten - Millionen davon geistern täglich durch die Welt. Wer eine bekommt, sollte vor allem eines tun: sie löschen.

Auf keinen Fall sollten Empfänger in irgendeiner Form auf den Spam reagieren, rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Soll heißen: Keine in den Nachrichten enthaltenen Links anklicken, keine Anhänge öffnen und auf keinen Fall auf die Mails antworten. Das hat gleich mehrere Gründe. Hinter Links auf andere Seiten kann Schadsoftware lauern. Oder Nutzer geraten auf präparierte Webseiten, auf denen persönliche Daten für Onlinebanking oder andere Nutzerkonten ergaunert werden sollen. Anhänge an Mails können ebenfalls gefährliche Dateien enthalten, die den Rechner digital verseuchen, Daten ausspähen oder Fremden den Zugriff erlauben.

Wer auf Spam-Mails antwortet, spielt den Absendern auf andere Weise in die Hände: Er gibt ein Lebenszeichen von sich. In der Regel werden die Nachrichten massenhaft und automatisiert verschickt. Wie viele der aus Datenbanken gesammelten oder nach bekannten Adresssystematiken zusammengestellten Adressen tatsächlich aktiv sind, wissen die Spammer nicht. Erhalten sie eine Antwort, ist klar: Diese Adresse ist aktiv. Die Folgen können weitere Spam-Mails sein, aber auch zielgerichtete Betrugsversuche mit persönlicher Ansprache, die schwieriger zu erkennen sind.

Deswegen sollten Spam-Mail, die es durch den Filter geschafft haben, direkt gelöscht werden. Sofern es das Mail-Programm unterstützt, können sie auch von Hand als unerwünscht markiert werden.

BSI informiert über SPAM

BSI informiert über Phishing

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nächstes Android soll Kamera- und Mikrofonzugang beschränken
Gute Nachrichten für Android-Nutzer: In der kommenden Version des Betriebssystems wird darauf Wert gelegt, dass Apps nicht dauerhaft auf Mikrofon und Kamera zugreifen …
Nächstes Android soll Kamera- und Mikrofonzugang beschränken
Spiele-Charts: Von Herzklopfen und Prügelknaben
Gegensätzlicher könnten die Vorlieben der iOS-Gamer kaum sein: Während die einen derzeit einer interaktiven Bilderbuchromanze verfallen sind, bringen die anderen …
Spiele-Charts: Von Herzklopfen und Prügelknaben
Top-Apps: Medaillenfieber und der perfekte Schlag
In Pyeongchang ‎regnet es derzeit Medaillen. Auch die App Charts stehen diese Woche ganz im Zeichen der Olympischen Winterspiele und deren Übertragung. Denn besonders …
Top-Apps: Medaillenfieber und der perfekte Schlag
Anbieter ringen um richtigen Weg beim Breitbandausbau
Wie schnell ist das Internet? Diese Frage dürfte in Deutschland je nach Standort unterschiedlich beantwortet werden. Die Anbieter machen nach eigenem Bekunden zwar Tempo …
Anbieter ringen um richtigen Weg beim Breitbandausbau

Kommentare