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Am Donnerstag demonstrierten Millionen Franzosen gegen Sarkozy.

Was der Generalstreik über Frankreich verrät

In Frankreich gingen Millionen Menschen auf die Straße, um gegen Sarkozys Politik und die sozialen Zustände zu demonstrieren. Was bedeutet das?

Die Franzosen neigen zu Streiks und Aufruhr, wenn ihnen die Umstände nicht passen, das ist bekannt. Die Welt schreibt, beim Generalstreik am Donnerstag seien 300 Demonstranten festgenommen worden. Zwischen ein und drei Millionen Menschen gingen auf die Straße, das Land war gelähmt. Die Prognose der Welt: Sarko muss sich warm anziehen, die Menschen haben Angst vor der Wirtschaftskrise und sind unzufrieden mit seiner Politik.

Und das vor allem deshalb, weil sich auch die sozialen Verhältnisse nicht bessern, schreibt die Zeit. Das Portal stellt die sozialen Probleme Frankreichs in den Vordergrund und erklärt, welche Auswirkungen das auf die Streikkultur im Land hat. Die taz kommentiert den Generalstreik und schreibt, die Franzosen äußerten Forderungen, die auch in anderen europäischen Ländern präsent seien und nicht ausgesprochen würden. Deutsche Gewerkschaften sollten endlich Forderungen stellen und aktiv werden, so die taz, sonst kämen ihnen die Mitglieder zuvor.

Unterschiede zwischen deutschem und französischem Streikverhalten hat die Süddeutsche Zeitung analysiert. Für Deutsche sei ein Streik immer mit konkreten Forderungen verknüpft und das letzte Mittel. In Frankreich streikt man auch ohne konkrete Forderung, um seinem Unmut Luft zu machen.

Heise fragt, wie groß das Potential für soziale Unruhen in Frankreich angesichts der Wirtschaftskrise und ihren Folgen generell ist. In einem weiteren Beitrag beschäftigt sich Telepolis mit sozialen Unruhen in Europa, die es in den vergangenen Wochen bereits in Griechenland, Irland und in den baltischen Ländern gab. Sicherheitsbehörden bereiteten sich bereits vor.

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