Ausgezeichnetes Heilmittel gegen den Pflegenotstand

- "Ich bin sprachlos und überglücklich", sprudelt es aus Anne Giebel heraus. Die Geschichtsstudentin von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) hat am Montag in Berlin einen der fünf mit je 5000 Euro dotierten ersten Preise der Körber-Stiftung erhalten. Pieter De Vos, der zweite Münchner LMU-Student, der es in die Finalrunde geschafft hatte, kann sich über einen zweiten Preis und 2000 Euro freuen.

<P>Die Teilnahme am Deutschen Studienpreis war vor allem eine Herausforderung, da sind sich die 25-jährige Giebel und der ein Jahr jüngere De Vos einig. Der VWL-Absolvent und die Studentin der Neueren Geschichte bearbeiteten - jeweils mit einem Partner von einer anderen Hochschule - neben ihrem Studium ein Thema zum Motto "Mythos Markt?".</P><P>Anne Giebel begab sich mit dem in London studierenden Christian Apfelbacher auf Spurensuche nach der Pflegearbeit in Vergangenheit und Gegenwart und entwickelte Vorschläge, um den wachsenden Pflegenotstand zu beheben. </P><P>Pieter De Vos untersuchte mit seinem Partner Heiner Schumacher die Folgen der Arbeitszeitverlängerung aus wettbewerbstheoretischer Sicht. Neben dem Preisgeld, das natürlich lockte, waren für die beiden Münchner Studenten vor allem die Workshops wichtig, an denen sie im Rahmen des Wettbewerbs in Hamburg, Dresden und schließlich in Berlin teilnehmen durften. "Hier konnten wir viel lernen, wie man Forschungsarbeiten dieser Art auch richtig präsentiert", erzählt Anne Giebel. "Diese Erfahrung war für mich das wichtigste am Wettbewerb", ergänzt Pieter De Vos.</P><P>Wie sie das Preisgeld verwenden werden, wissen beide auch schon. "Ich werde eine Freundin in Thailand besuchen, die dort heiratet", sagt Giebel. Pieter De Vos hat sich vor kurzem für ein Aufbaustudium Statistik eingeschrieben. "Wahrscheinlich werde ich das Geld bald für Studiengebühren verwenden müssen", befürchtet er.<BR></P>

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