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Genetisch aussortiert: In London ist ein Baby geboren, das wohl nie an Brustkrebs erkranken wird.

Genetisch ausgewählt: Neugeborenes ohne Brustkrebsgen

In England wurde ein Kind ohne Brustkrebsgen geboren. Das Mädchen wurde aus elf Embryonen genetisch ausgewählt.

Es ist ein Verfahren, das in Deutschland verboten ist: Ärzte an der Londoner Uniklinik haben elf Embryonen auf ein Gen untersucht, von dem vermutet wird, dass es Brustkrebs auslöst.

Sechs der Embryonen enthielten das Gen und wurden aussortiert. Zwei wurden in die Gebärmutter verpflanzt. Jetzt ist das Kind geboren und wird wohl nie Brustkrebs kriegen, hoffen die Eltern. Über Generationen hatte die Krankheit die Familie geplagt. Doch eine Garantie ist das Verfahren nicht - das Kind kann durchaus noch krebs kriegen.

Das Verfahren nennt sich Präimplantationsdiagnostik (PID) und ist in Deutschland verboten. Eine Übersicht zur rechtlichen Lage gibt das Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften.

Die genetische Auswahl von Babys ist umstritten - Kritiker fürchten einen Missbrauch, um Designer-Babys zu züchten. Dabei gibt es bei dieser Art des Genchecks keine Nebenwirkungen, behauptet zumindest die Medizinsoziologin Irmgard Nippert im Interview mit der Zeit.

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