Ego-Shooter

Battlefield 4: Zerstörung Deluxe

München - Mit "Battlefield 4"bringt Electronic Arts wieder einen absoluten Blockbuster unter den Ego-Shootern auf den Markt. Hier finden Sie den Test zum Spiel.

Mit Battlefield 4 bedient Electronic Arts(neben dem PC) sowohl die etablierten Konsolen XBox 360 und Playstation 3 als auch deren Next-Gen-Nachfolger XBox One und Playstation 4. Im Hinblick auf die Grafik merkt man den Versionen der neuen Konsolengeneration durchaus eine starke Verbesserung an.  Dennoch hat sich am Gameplay praktisch nichts geändert, so dass man mit einem Testbericht alle Versionen abdecken kann. 

Kampagne  

Sehen die Battlefield-Entwickler die Einzelspieler-Kampagne nur als notwendiges Übel an, das man dem Multiplayer-Modus halt hinzufügen muss? Dieses Gerücht hält sich ja hartnäckig in der Videospiel-Szene. Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass "der Battlefield-Spieler an sich" seit jeher an die Multiplayer-Gefechte gewöhnt ist.

Dieses Mal muss man man den Entwicklern in Sachen Story sagen: Hut ab!  Die Handlung mag etwas abgedreht sein - aber das kann man von Hollywood-Action-Reißern wie "Red Dawn" auch sagen.

Diese Mal dreht sich die Geschichte um einen Konflikt zwischen China, Russland und den USA.  Der Spieler ist Mitglied einer militärischen Eliteeinheit namens Tombstone-Squad und übernimmt die Rolle von Sergeant Daniel Recker.

Bei einer Mission in Baku in Aserbaidschan, soll die Truppe bei einem abtrünnigen russischen General Geheimdienstinformationen sicherstellen. Dabei fliegt das Squad auf, was die explosive Story in Gang setzt. Als die Einheit Herrscharen von Soldaten entkommt und auf den Flugzeugträger USS Valkyrie flüchtet, werden die Elite-Kämpfer über ein gefährliches Szenario informiert: Der chinesische Admiral Chang plant einen Putsch in China und würde von den Russen unterstützt werden, wenn es so weit kommen sollte.

In der Metropole Shanghai muss man später noch wichtige Personen vor den Chinesen retten, die den USA vorwerfen, in die Ermordung ihres zukünftigen Präsidenten Jin Jié verwickelt zu sein.

Besonders toll sieht die Grafik von Battlefield 3 aus. Die Frostbite-3-Engine erlaubt weitgehende Zerstörungen der Spielkarten und beschert wunderschöne Bilder: Sonnenlicht, das im Staub glänzt, beeindruckende Explosionen und lebensecht plätschernde Wellen.

Ein "Bravo!" haben sich die Entwickler wieder für die Soundeffekte verdient.   Die Geräusche der Waffen und Fahrzeuge wirken lebensecht, donnern beeindruckend aus den Lautsprechern und lassen in den Gefechten den Adrenalinspiegel ordentlich steigen!

Multiplayer

Am wichtigsten für die meisten Fans der Battlefield-Reihe ist vermutlich wieder der Mehrspielermodus, für den Electronic Arts zum Start gleich zehn Karten und sieben Modi herausgebracht hat. Und man merkt dem Game deutlich an, dass die Entwickler ihren Fokus auf den Multiplayer-Modus gelegt haben. Was nicht heißen soll, dass die Kampagne schlecht ist. Ganz und gar nicht.

Beeindruckende Neuerung ist die sogenannte "Levolution": wie der Name schon  sagt eine Mischung aus "Level" und "Evolution". Heißt konkret: Die Karten bleiben nicht statisch, sondern verändern sich im Laufe des Spiels. Wenn etwa auf der "Flood Zone"-Karte die Flut kommt und der Wasserspiegel steigt, dann ändert sich alles: Straßen sind überschwemmt, so dass man bestimmte, übriggebliebene Inseln nur noch per Schiff oder Boot erreichen kann. Natürlich wirkt sich diese Veränderung auch auf die Taktik aus.

Oder: Im Kampf in Shanghai kracht ein hunderte Meter hoher Wolkenkratzer in den Hafen. Plötzlich entsteht in den Trümmern ein neuer Kontrollpunkt, um den die Teams kämpfen müssen.

Eine wichtige Rolle spielen die vielen Fahrzeuge:  In Battlefield 4 zieht man nicht nur zu Fuß sondern auch mit Düsenjägern, Kampfhubschraubern, Kanonenbooten oder einem Quad ins Gefecht.

Natürlich besteht wieder die Möglichkeit, durch Beschuss Wände, Decken und ganze Häuser zu zerlegen. Hier wird die Zerstörung zum Augenschmauß. Was im Multiplayer-Modus von Battlefield 4 geboten ist, hat man in dieser Form noch bei keinem Spiel gesehen,

Fazit

Kurz und knapp: Battlefield 4 ist einer der besten Ego-Shooter aller Zeiten.  Vor allem der Multiplayer-Modus kann für unzählige Stunden motivieren. Baller-Konkurrent "Call of Duty: Ghosts" punktet zwar mit einer besseren Einzelspieler-Kampagne. Aber wer bei einem Shooter das Augenmerk vor allem auf Mehrspieler-Kämpfe legt, für den ist Battlefield 4 genau das Richtige - und das beste Game auf dem Markt.

Preis: 50 bis 80 Euro

Für: XBox One, Playstation 4, Xbox 360, Playstation 3 und PC

Altersfreigabe: Ab 18 Jahren

Rubriklistenbild: © Electronic Arts

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