Bayerische Geschichte: Chefposten ist verwaist

- Das Institut für Bayerische Geschichte in der Ludwigstraße gilt als erste Adresse der bayerischen Historiker. Wer dort den Lehrstuhl inne hat, auf den wird gerne gehört, er kann Forschungseckpunkte setzen, denen die Zunft gerne folgt. Im Sommersemester 2003 indes wird von diesen Impulsen nicht viel zu hören sein - die zuständigen Gremien haben es versäumt, eine Lehrstuhl-Vertretung zu organisieren. "Wir bedauern das sehr", sagt Karl-Ulrich Gelberg, zweiter Vorsitzender der Gesellschaft der Münchner Landeshistoriker, einem Verein, in dem viele ehemalige Institutsangehörige organisiert sind.

<P>Die Führungsposition an der Ludwigstraße ist seit Ablauf des vergangenen Sommersemesters verwaist, nachdem der langjährige Lehrstuhlinhaber Prof. Walter Ziegler emeritiert worden war. In diesem Semester wurde der Lehrstuhl vertretungsweise von Prof. Johannes Merz eingenommen. Nun aber geht Merz zum 1. April nach Würzburg und wird dort Leiter von Archiv und Bibliothek des Bistums.<BR><BR>Eine weitere Interims-Nachfolge sei nicht einfach "verschusselt" worden, sagt Uni-Sprecherin Cornelia Glees. Vielmehr seien die Finanzmittel für eine schnelle Neuberufung auf den Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte notwendig gewesen. Martin Schulze Wessel aus Halle hat den Ruf erhalten, sich jedoch ausbedungen, schon zum 1. April zu kommen. Für ihn müsse die bayerische Geschichte verzichten - "eine bewusste Absprache des Historischen Seminars", betont Glees.<BR><BR>Immerhin wird die Durststrecke am Institut nicht ewig andauern. Denn nach langem Zögern haben sich die Uni-Gremien auf eine reguläre Nachfolge für Walter Ziegler geeinigt: Prof. Ferdinand Kramer, derzeit an der Uni Eichstätt und früher Assistent von Ziegler, hat die begehrte Berufung erhalten (wir berichteten). Zurzeit laufen die Vertragsverhandlungen.</P>

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