Bayern an der Nordsee

- Wie die Wittelsbacher im 14. und 15. Jahrhundert ihre Fühler in Richtung Nordsee ausstreckten, davon berichtet am 19. Mai in der Bavaristischen Ringvorlesung der Münchner Historiker Professor Joachim Wild. Anknüpfungspunkt für den Schritt der Bayern zum nordwestlichen Rand des deutschen Reiches war das gute Verhältnis zwischen Ludwig dem Bayern und Graf Wilhelm dem Dritten von Hennegau-Holland.

<P>Vertieft wurden die Beziehungen, als Ludwig Wilhelms Tochter Margaretha heiratete. Nach dem Tod ihres Vaters setzte Margaretha ihren Sohn, Wilhelm als Regenten über die Grafschaften Hennegau, Holland, Seeland und die Herrschaft Friesland ein. Drei Generationen lang herrschten die Wittelsbacher nun über diese Gebiete.<BR><BR>Während ihrer Herrschaft machten sie die zu jener Zeit noch unbedeutende Stadt Den Haag zu ihrer Residenz. An der Nordsee schienen sich die Wittelsbacher sehr wohl zu fühlen, denn ihr Herzogtum Straubing - so wird Wild berichten - betraten sie kaum noch. In den Städten kam es unter ihrer Herrschaft zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.<BR><BR>Das Ende der Herrschaft über die politisch und wirtschaftlich bedeutsamen Grafschaften kam mit dem Tod Herzog Johanns des Dritten. Er hatte keine Nachkommen, und seine Nichte Rakobäa konnte die Gebiete nicht halten. Nach und nach musste sie sie dem mit ihr verwandten Großherzog von Burgund überlassen.<BR><BR>Wilds Vorlesung findet statt um 19 Uhr im Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität, Geschwister-Scholl-Platz 1. <BR><BR></P>

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