Bayerns virtuelle Zukunft in Gefahr

- Heute will sich das bayerische Kabinett mit der Zukunft der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) befassen. Wie berichtet, steht die vhb vor dem Aus: Das Finanzministerium sitzt auf den Mitteln, weil es mit der Schließung der Internet-Hochschule zum Jahresende rechnet.

<P>Dem Präsidenten der vhb, Professor Godehard Ruppert, der auch Rektor der Universität Bamberg ist, war am 8. Juni die Ankündigung ins Haus geflattert, dass statt der ursprünglich vorgesehenen 3,6 Millionen Euro nur 330 000 aus dem Haushalt und 215 600 Euro Restgelder aus der High-Tech-Offensive Bayern in die vhb-Kassen fließen, weil gespart werden muss. <BR><BR>Damit aber ist die virtuelle Hochschule handlungsunfähig, wie der Präsident betont: Weder das Gehalt für die unbefristet beschäftigten Mitarbeiter (650 000›51Euro) noch notwendige Geräte und Lizenzen können noch bezahlt werden. <BR><BR>Von den 10 000 Studierenden, die sich bei der vhb zusätzliche Qualität für ihre Ausbildung holen wollten und nun möglicherweise zum Jahresende nur noch einen schwarzen Bildschirm vorfinden, ganz zu schweigen.<BR><BR>Damit aber noch nicht genug: Während die bayerische Regierung gerade mit ihrem angehenden Elitenetzwerk protzt, lässt sie renommierte Professoren, die spezielle Lehrprogramme entwickelt haben, im Regen stehen.<BR><BR>Hochschulstandort verliert sein Ansehen<BR> <BR>80 bereits fertige und 60 in der Entwicklung befindliche Kurse befinden sich auf Absturzkurs. Und damit auch die dazugehörigen Forschungsarbeiten. <BR>Präsident Ruppert musste jetzt den Forscherteams aus 18 Hochschulen, die an der vhb mitarbeiten, die Nachricht schicken, dass sie keinerlei Verpflichtungen mehr eingehen können. Damit fallen auch Drittmittel-Mitarbeiter weg.<BR><BR>Der vhb-Chef sieht entsprechend schwarz für Bayerns virtuelle Zukunft: "Es drohen eine Investitionsruine mit zweistelligem Millionenwert und ein außerordentlicher, weit über die Grenzen Bayerns hinaus wirkender Ansehensverlust für die Hochschulpolitik des Freistaats."<BR><BR>Man darf gespannt sein, ob die Akademikerwarnung von den Hardlinern in der Regierung gehört werden, die das Vorzeigeprojekt von Edmund Stoiber ohne hochschulpolitische Weitsicht unbedingt zum Kippen bringen wollen.</P><P><BR> </P>

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