Belastung bedacht?

- Wie muss eine Hängebrücke konstruiert sein, damit sie dem täglichen Berufsverkehr standhält? Wieviel Schnee darf auf ein Zeltdach fallen, ehe es zusammenbricht? Schon vor der Errichtung imposanter Bauten müssen Statiker mit komplizierten Berechnungen Antworten auf derlei Fragen liefern. Der Lehrstuhl für Statik der Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen ließ die Besucher beim "Tag der offenen TUM" im praktischen Versuch daran teilhaben.

<P>Verfahren zur Berechnung von Tragwerken - den für die Standsicherheit verantwortlichen Skeletten von Bauwerken - zu entwickeln, ist ein Arbeits-Schwerpunkt am Lehrstuhl von Professor Kai-Uwe Bletzinger. Mit einer speziellen Software, die sie derzeit weiterentwickeln, suchen die Wissenschaftler am Computer zum Beispiel nach der bestmöglichen Form eines Membrantragwerks. "Tragwerke von der Größe eines Stadion-Daches lassen sich nicht testen", betont Bletzinger, "sie werden gebaut und müssen funktionieren."</P><P>Ohne die Hilfe von Computern durften sich die Besucher am Bau von Miniatur-Zeltdächern aus Holzstäbchen, Nylon und Bindfaden versuchen. Bletzinger und sein Team zeigte den eifrigen Bastlern, wo ihr Bauwerk bei starker Belastung wohl nachgeben würde und wie es durch zusätzliche Stützen stabiler werden könnte.</P><P>Die Formfindung ist eine so genannte Optimierungsaufgabe, das heißt unter Vorgaben wie der Grundfläche oder dem Boden-Abstand des Daches wird nach dem besten Ergebnis gesucht. Der Computer erleichtert die Berechnungen, um die zu errichtende Struktur möglichst leicht und gleichzeitig belastbar zu halten. "Vieles, was wir heute mit numerischen Verfahren vorausberechnen, musste früher auf der Baustelle ausprobiert werden", so das Fazit der Statiker.</P>

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