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Durch die App „Meitu“ entstehen künstlerisch schöne Bilder. Doch dafür muss der Nutzer mit vielen Daten bezahlen.

„Meitu“ im Höhenflug

Darum sollten Sie diese beliebte Foto-App nicht nutzen

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München - Die App „Meitu“ bietet besondere Möglichkeiten der Bildbearbeitung. Die sozialen Medien toben sich damit gerne aus. Doch für die neuen Filter zahlt man einen hohen Preis.

Filter sind bei Smartphone-Nutzern seit ein paar Jahren der absolute Trend. Doch es handelt sich hierbei nicht um den Gegenstand, den man von Kaffeemaschinen oder Zigaretten kennt. Als Filter werden Effekte verschiedener Apps bezeichnet, die ein Foto - meist ein Selfie - verändern. Von Hautglättungen über Verzerrungen bis hin zu Hundeohren sind der Manipulation offenbar keine Grenzen gesetzt.

Derzeit erlebt eine solche App einen wahren Höhenflug. „Meitu“ heißt die kostenlose Anwendung, die aus China kommt und insbesondere in den USA aber auch in Europa sehr beliebt ist, wie Technik-Blogger Carsten Knobloch schreibt. Meitu verändert Porträtfotos auf künstlerische Weise: Aus Menschen werden Anime-Figuren, also asiatische Zeichentrickfiguren. Die Bilder, die so entstehen, sind zweifelsohne schön anzusehen. Und doch hat die App einen Haken, der den meisten Nutzern nicht einmal bekannt ist.

Chip.de warnt vor Meitus „großem Datenhunger“

Dass jede Anwendung Daten vom User zieht, ist ein offenes Geheimnis. Doch während sich die meisten Entwickler vergleichsweise stark zurücknehmen, holt sich Meitu unter anderem Informationen über die IP, das Gerät, die Auflösung oder die Systemversion, schreibt Knobloch. Auch die Experten von chip.de berichtet von einem „großen Datenhunger“, der unter anderem mit Infos über die SIM-Karte gestillt werden soll.

Bilder von Promis werden manipuliert - allen voran Trump

Zwar ist Meitu bei Weitem nicht die einzige App, die so agiert. Durch den immensen Erfolg in den letzten Wochen erzielt das chinesische Produkt jedoch eine große Reichweite.

Auch die Internet-Community hat die Anwendung bereits für sich entdeckt. Neuester Trend: Nicht die eigenen Fotos werden bearbeitet, sondern Bilder von Prominenten oder fiktiven Personen. Da könnte Schauspieler Benedict Cumberbatch ganz schnell mal in einem Twilight-Film mitspielen, und auch Harry-Potter-Bösewicht Lord Voldemort sieht plötzlich gar nicht mehr so gefährlich aus.

Lieblingsopfer der Sozialen Medien ist aber - wie könnte es anders sein - der neue US-amerikanische Präsident Donald Trump. In verschiedensten Posen bekommt der Republikaner von den Nutzern ein „asiatisches Make-Up“ verpasst. Immerhin blicken so auch Trump-Gegner in eine „rosige“ Zukunft.

Michael Grözinger

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