Bericht: MySpace immer billiger

New York - Der Medienriese News Corp. bietet das einst weltgrößte Online-Netzwerk MySpace laut einem Medienbericht immer billiger an, um es noch schnell loszuwerden.

Aktuell werde in einer Spanne von 20 bis 30 Millionen Dollar verhandelt, hieß es im “Wall Street Journal“-Blog “All Things Digital“ am Dienstag unter Berufung aus dem Umfeld der Gespräche. Laut einigen Quellen könne der Preis vielleicht noch bis auf 35 Millionen Dollar hochgehen. In jedem Fall wäre es eine dramatischer Wertverlust. Medienmogul Rupert Murdoch hatte 2005 damals aufsehenerregende 580 Millionen Dollar für MySpace bezahlt und investierte danach noch stark in die Weiterentwicklung der Website. Unter der Regie von Murdochs News Corp. häufte das Netzwerk aber immer höhere Verluste an.

Während die MySpace-Nutzerzahlen nicht mehr wuchsen, zog der jüngere Rivale Facebook vorbei und hat jetzt rund 600 Millionen Mitglieder. Noch im Frühjahr wollte die News Corp. laut US-Medienberichten mindestens 100 Millionen Dollar für MySpace haben. Allerdings sollen diverse Interessenten abgesprungen sein. Murdochs Medienkonzern wolle MySpace aber am liebsten zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres an diesem Donnerstag loswerden, um einen sauberen Schnitt zu machen, schrieb “All Things Digital“. Aktuell sei die wenig bekannte Werbefirma Specific Media der aussichtsreichste Bewerber, hieß es. Außerdem sei noch der Finanzinvestor Golden Gate Capital im Rennen. Beide Interessenten wollten sich vor allem auf die Plattform MySpace Music konzentrieren, bei der Künstler ihre Musik vorstellen und mit Fans kommunizieren können. Bereits im Januar setzte MySpace-Chef Mike Jones die Hälfte der damals noch rund 1000 Mitarbeiter auf die Straße, darunter auch alle 30 Beschäftigten in Deutschland. Branchenexperten schlossen schon damals nicht aus, dass MySpace einfach dichtgemacht werden könnte, wenn sich kein Käufer findet.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

So wird Ihr Wohnzimmer zum perfekten Heimkino
Das Kino ins Wohnzimmer holen - dank moderner Technik ist das schon lange kein Problem mehr. Doch dabei ist einiges zu beachten, von der Leinwand bis zum Sound.
So wird Ihr Wohnzimmer zum perfekten Heimkino
Mehr Transparenz für Verbraucher auf Telekom-Märkten
Bei der Wahl eines Telekommunikationsanbieters verlieren Verbraucher schnell die Orientierung. Gesprächs- und Datenvolumen, Flatrates und Surftempo - ein Tarifdickicht …
Mehr Transparenz für Verbraucher auf Telekom-Märkten
Was tun, wenn das Notebook baden geht?
Berlin - Eine kleine Unachtsamkeit mit großen Folgen: Kippt man aus Versehen ein Getränk in den Laptop, drohen schwere Schäden am Gerät. Aber was kann man noch tun, wenn …
Was tun, wenn das Notebook baden geht?
So will "Pokémon Go" den Hype neu entfachen
San Francisco - Das Spiel "Pokémon Go" sorgt seit dem letzten Sommer bei vielen Smartphone-Besitzern für Begeisterung. Mittlerweile ist der Hype abgeebbt. Kommt jetzt …
So will "Pokémon Go" den Hype neu entfachen

Kommentare