Bestnoten für die Münchner Unis

- Professor Werner Schubö, Akademischer Leiter der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), freut sich über das neueste Hochschulranking des Magazins "Focus".

Seine Universität konnte im Vergleich zum Vorjahr in der Gunst von Studenten, Dozenten und Unternehmen weiter zulegen. Sie rangiert jetzt auf Platz zwei von insgesamt 86 untersuchten Universitäten. Knapp hinter der TU-München und gefolgt von Freiburg und Heidelberg.

Kriterien für die Bewertung waren die Reputation der Universitäten bei Wissenschaftlern und Unternehmern, Drittmittelquote und Patentindex, außerdem Studien- und Promotionsdauer, Betreuungsrelation oder Anzahl wissenschaftlicher Publikationen, die international zitiert werden.

Schlechter in der Biologie, dafür besser in der BWL

Bisher hat der "Focus" nur den ersten Teil seiner Ergebnisse veröffentlicht. Dabei zeigte sich, dass die LMU zwar in den Fächern Biologie, Psychologie, Chemie und Medizin leicht abgefallen ist, in der gesamten Studie, die 17 Fächer umfasste, aber zulegen konnte.

"Da das Gesamtergebnis für uns sehr positiv ausgefallen ist, erwarte ich, dass wir in den anderen Fächern wie beispielsweise BWL, VWL und Jura hervorragende Ergebnisse erzielt haben", sagt Schubö. "Unser Profilbildungsprozess hat sich vermutlich schon ausgezahlt."

Spitzenreiter der Erhebung ist, wie im Vorjahr, die Technische Universität München (TUM). Das hat sie vor allem der Medizinausbildung zu verdanken, die laut "Focus" deutschlandweit die beste ist.

Alle bayerischen Unis auf den vorderen Rängen

"Ein System aufeinander abgestimmter Reformschritte, die den Entwurf des neuen bayerischen Hochschulgesetzes prägen, zeigen ihre positive Wirkung", kommentiert Professor Wolfgang A. Herrmann, der Präsident der TUM, die Studie.

Aber auch die restlichen bayerischen Universitäten können sich sehen lassen: In den Fächern Biologie, Psychologie, Chemie und Medizin sind alle bayerische Unis in der Spitzen- oder Mittelgruppe vertreten. "Und dieses gilt es weiter auszubauen", sagte Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU). Er bezeichnete das Ergebnis des neuen Rankings als "Beleg der hohen Leistungsfähigkeit bayerischer Hochschulen".

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