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Windows 7 soll den Flob seines Vorgängers Vista wieder wettmachen.

Das Betriebssystem Windows

Hamburg - Ohne Windows kein Microsoft: Die Milliarden-Einnahmen aus dem Verkauf seiner Betriebssysteme sind das Rückgrat des weltgrößten Softwareherstellers.

Microsofts Aufstieg zur Nummer 1 im Softwaregeschäft begann 1980: Der Hardware-Riese IBM benötigte ein Betriebssystem - Bill Gates und Kollegen kauften die Software eines anderen Anbieters und passten sie für den Auftraggeber an. Eine grafische Benutzeroberfläche zur Vereinfachung der Navigation hatte dieses System namens MS-DOS allerdings noch nicht, dies gab es zunächst nur bei Apple, Atari oder dem Commodore Amiga. Microsoft legte 1985 mit Windows 1.0 nach.

Das neue Windows 7

Nennenswerten Erfolg erzielte das Unternehmen allerdings erst mit der Version 3.0, die 1990 veröffentlicht wurde. Mit Nachfolgern wie Windows 95 (1995) und XP (2001) sowie diversen Zwischenversionen baute das Unternehmen Schritt für Schritt ein Quasi-Monopol auf.

Für Unternehmenskunden kam bereits 1993 erstmals eine Windows-NT-Version auf den Markt, die Microsoft ursprünglich gemeinsam mit IBM entwickelt hatte. Nach einem Streit vermarktete IBM seine Betriebssystem-Variante unter dem Namen OS/2, hatte damit allerdings weit weniger Erfolg als Microsoft mit Windows NT.

Mit dem Windows-7-Vorgänger Vista fuhr Microsoft allerdings nicht gut: Trotz einer rund fünfjährigen Entwicklungszeit waren die Kunden nicht zufrieden. Viele Privatnutzer schimpften über Ressourcenhunger und mangelnde Unterstützung für ihre Geräte, viele Unternehmen verzichteten gleich auf die Installation des im Januar 2007 veröffentlichten Betriebssystems.

Windows 7 soll mit dem Start im Oktober den Ruf der Windows-Familie aufpolieren - und den Umsatz wieder ankurbeln. Die verschiedenen Windows-Versionen laufen auf mehr als 90 Prozent aller PCs weltweit. Alternativen wie das freie Betriebssystem Linux konnten bislang an der überwältigenden Marktstellung von Windows nichts ändern. Nur im Server-Markt spielt die quelloffene Software eine nennenswerte Rolle. Allerdings wächst die Konkurrenz: Apple hat in den vergangenen Jahren rund 5 Prozent des Marktes erobert. Und Erzrivale Google hat mit Chrome OS ein Betriebssystem für die derzeit beliebten Mini-Notebooks angekündigt.

dpa

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