Achtung, Falle!

Vorsicht vor dieser E-Mail!

Landreis - Cyber-Kriminalität kann jeden treffen und jederzeit. Momentan sind wieder betrügerische E-Mails verschiedener Firmen im Umlauf. Auch in Oberbayern.

Eine Mitarbeiterin von rosenheim24.de. erhielt am Dienstag eine E-Mail der Firma GiroPay 24 mit dem Hinweis, dass ein Zahlungsverzug bestünde und nun Kosten in Höhe von 49,13 Euro zu bezahlen seien. Man erwarte bei Rückfragen oder Unklarheiten eine Kontaktaufnahme innerhalb von 48 Stunden. Die vollständige Forderung befinde sich im Anhang. Gezeichnet Stellvertretender Rechtsanwalt Robin Fuch. 

Rechnungen von Giropay 24 etc. sind frei erfunden 

Die Polizei Niedersachsen veröffentlichte hierzu eine Mitteilung:

"Online24 PayAG, GiroPay 24, Pay Online, Pay-Bank GmbH, Inkasso Mail & Media GmbH, Rechnungsstelle Mail & Media GmbH, Inkasso Bank Payment AG, Directpay24 GmbH" sind nur einige Namen, die Cyberkriminelle derzeit als angeblichen Absender und Namensgeber benutzen, um Schadsoftware per Mail zu verteilen. Täglich gibt es massenhaft dieser Mails im Umlauf, die behaupten, dass noch eine Zahlung offen oder eine Abbuchung aufgrund mangelnder Kontodeckung nicht erfolgt sei. Immer unterschrieben im Auftrage eines Rechtsanwaltes.

Hinzu kommen nun auch Varianten, die nicht nur eine persönliche Ansprache beinhalten, sondern auch ganze Adressdaten mit Mailadresse und Telefonnummer aufweisen.

Auch hier versuchen die Täter die Mailempfänger mit dieser Masche dazu zu bringen, den beigefügten Anhang zu öffnen. Dieser beinhaltet wie in den Mails zuvor auch immer nur Schadsoftware. Die Behauptungen aus der Mail bezüglich irgendwelcher Rechnungen sind frei erfunden."

Die Polizei rät: 

"Löschen Sie diese Mail, ohne irgendwelche Anhänge zu öffnen/auszuführen. Derzeit ist immer noch Windows das Hauptziel der Täter. Jedoch sind zukünftig auch andere Betriebssysteme als Angriffsziel nicht auszuschließen. Da es verschieden Variationen der Mail gibt, sind auch verschiedene Anhänge denkbar. Wir können leider keine Auskünfte darüber erteilen, welcher Mailanhang konkret welchen Schaden verursacht.

Sollten Sie bereits auf einen Anhang geklickt und diesen ausgeführt haben, finden Sie hier weitere Infos über eine mögliche Vorgehensweise."

Wie genau die Täter an die kompletten Adressdaten der Mailempfänger gekommen sind, könne die Polizei hier nicht genau sagen. Diese Daten stammen sehr wahrscheinlich aus älteren Angriffen auf Kunden-Datenbanken diverser Unternehmen. Wer überprüfen möchte, ob die eigene Mailadresse irgendwann einmal durch Hacking bei einem Unternehmen betroffen war, kann folgende Dienste in Anspruch nehmen:

www.sicherheitstest.bsi.de und 

sec.hpi.uni-potsdam.de/leak-checker/search

Die Polizei habe auch schon Hinweise darüber erhalten, dass hier bereits veraltete Adressdaten genutzt wurden. Dies spreche dafür, dass auch die Datensätze, die den Täter zur Verfügung standen, etwas veraltet seien.

Generell sollten Anhänge und Links, aus Mails die man nicht kennt oder erwartet, nicht  oder nicht ungeprüft geöffnet werden. Zu bedenken ist, dass viele Antivirenprogramme auch erst einige Zeit benötigen, bis eine Datei als Schadsoftware erkannt wird.

Nicht der erste Fall von Cyberkriminalität

Gerade in letzter Zeit registrierten die "Cybercops" des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wieder vermehrt Hinweise darauf, dass sich viele Menschen in der Region unfreiwillig zu Geldwäschern machen. Personen erhalten Angebote der Betrüger per E-Mail, die sie mit verlockenden "Jobangeboten" ködern und somit zu Mittätern machen.

Rubriklistenbild: © screenshot privat

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