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Auf nur einem Gerät sind tausende E-Book-Downloads immer griffbereit.

Bibliotheken im Taschenformat: E-Book-Downloads machen es möglich

Noch lesen die Deutschen lieber herkömmliche Bücher, doch die E-Book-Downloads steigen. Nach einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom spielt derzeit die Hälfte der Deutschen mit dem Gedanken, sich ein elektronisches Buch zu kaufen. E-Books bieten durchaus viele Vorteile.

Ein E-Book ist ein Buch in elektronischer Form, quasi die digitale Kopie eines gedruckten Buches. Die elektronischen Bücher kann man entweder direkt auf dem Computer lesen oder auf einem Lesegerät, einem E-Book Reader. Auf einen Reader passen etwa 1.000 bis 3.000 E-Book-Downloads. Der mit Abstand beliebteste E-Book-Reader heißt Kindle aber auch die Modelle von Sony und iRiver verkaufen sich gut.

Elektronische Tinte ersetzt Papier

Die einen sehen in E-Books die Zukunft des Buches, die anderen den Untergang der Lesekultur. Für Traditionalisten steht es außer Frage: Am Bildschirm zu lesen ist stillos, ein Buch muss gedruckt sein. Elektronische Tinte macht es aber möglich, dass sich die digitalen Texte wie auf Papier lesen lassen. Die Schrift ist gestochen scharf und der Bildschirm spiegelt auch bei hellem Sonnenlicht nicht. Bei der sogenannten E-Ink-Technologie werden schwarze und weiße Tintenkügelchen durch elektromagnetische Spannung so angeordnet, dass sie Buchstaben und Bilder ergeben.

Zudem verbrauchen die Geräte mit elektronischer Tinte wenig Strom. Selbst in einem mehrwöchigen Urlaub müssen die Akkus nicht aufgeladen werden, denn die Geräte schaffen bis zu 20.000 Seitenwechsel.

Interaktive E-Books zum Download

E-Book-Downloads kann man auch als Apps auf Tablet-PCs oder Smartphones installieren. Im Gegensatz zu den Lesegeräten mit ihrem Schwarz-Weiß-Bildschirm ermöglichen Handys und Tablets animierte Spiele und Videos. Dadurch wird der Leser in die Handlung integriert. In Al Gores bekanntem E-Book „Our Choice“ pustet der Leser beispielsweise Luft in die Mikrofon-Öffnung des iPads und bringt dadurch ein virtuelles Windrad zum Drehen. Außerdem kann er sich einige Textstellen auf Wunsch vorlesen lassen oder kurze Videoclips ansehen. Damit versucht das E-Book nicht mehr ein Buch zu imitieren, sondern wird zu einem eigenständigen Medium.

E-Book-Download: so geht’s

Ein E-Book-Download dauert nur wenige Sekunden. Man registriert sich im Internet bei einem E-Book-Shop. Hat man sich für einen Titel entschieden, klickt man diesen an und bezahlt bequem per Kreditkarte, Online-Überweisung oder Handy. Nach Abschluss der Bestellung ist das E-Book als Lese-App verfügbar. Ob sich die elektronischen Bücher nur am Computer oder auch direkt auf dem Lesegerät kaufen lassen, hängt vom Modell und vom Buch-Shop ab.

Mehr als 100.000 deutschsprachige Titel, darunter etwa 80 Prozent der Spiegel-Bestseller, werden im sogenannten ePub-Format angeboten. Dieses offene Format wird von fast allen Readern unterstützt und passt den Text automatisch an die Bildschirmgröße des Readers an.

Auch öffentliche Bibliotheken verleihen vermehrt E-Books. Man muss also nicht mehr zur Bücherei fahren und sich an die Öffnungszeiten halten, sondern bekommt das gewünschte Buch per E-Book-Download sofort auf das Gerät.

E-Book-Downloads sparen Geld

E-Books kaufen, lohnt sich. Sie sind meist 15 bis 20 Prozent billiger als gedruckte Bücher. Und das, obwohl auf E-Book-Downloads der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent entrichtet werden muss. Für gedruckte Bücher oder Zeitungen wird dagegen nur ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent fällig. Juristisch gesehen gelten E-Books nicht als Ware, sondern als Dienstleistung. Das bedeutet: Bei gleichem Endpreis verdient ein Verlag beim Verkauf des gedruckten Buches netto deutlich mehr. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels fordert eine gleiche Besteuerung für alle Bücher, egal ob gedruckt oder elektronisch.

Das scheint nur fair zu sein, denn das Buchpreisbindungsgesetz gilt ebenfalls für beide Varianten. Um Preisdumping zu vermeiden und die Vielfalt des Marktes zu garantieren, müssen sich alle Händler an den vom Verlag festgelegten Verkaufspreis halten.

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