Ein Billig-Rechner für knapp 500 Euro

- Apple überlässt die Musik dem Zufall: Bei der Eröffnung der MacWorld Expo am Dienstagabend in San Francisco präsentierte Apple-Chef Steve Jobs neben einer komplett überarbeiteten Software-Linie der auf einfachste Handhabung ausgelegten i-Apps fürs "Digital Home" eine eigene Büro-Suite namens iWork, den Mac mini und - angekündigt mit dem Kultsatz "one more thing" - den iPod shuffle als günstige Abrundung der MP3-Player-Familie. Praktisch alle Neuvorstellungen zielen auf den Consumer-Markt.

<P>Seine Position auf dem MP3-Player-Markt will Apple mit dem iPod shuffle - shuffle bedeutet sinngemäß zufällig mischen - ausbauen. Das nur 25 Gramm leichte Gerät von der Größe einer Kaugummi-Packung hat Platz für 120 oder 240 und hat eine Batterielaufzeit von 12 Stunden. Über USB 2.0 an einen Mac oder Windows-Rechner angeschlossen, holt sich der kleinste iPod Songs nach dem Zufallsprinzip aus der Musiksoftware iTunes. Apples Slogan daher: "Geben Sie dem Zufall eine Chance".</P><P>Der Preis: 99 Euro für die kleine, 149 Euro für die große Version. iPod shuffle und diverses Zubehör sind ab sofort erhältlich.</P><P>Das Musikgeschäft ist derzeit der Motor von Apple. Rund zehn Millionen iPods wurden bisher verkauft, 4,5 Millionen allein im Weihnachtsquartal 2004. Der iTunes Music Store ist in 15 Ländern präsent und hat bisher 230 Millionen Lieder verkauft; laut Jobs sind es derzeit 1,25 Millionen pro Tag. Bei der Messereröffnung zeigte der Apple-Chef auch ein iTunes-Handy, das in Zusammenarbeit mit Motorola 2005 auf den Markt kommt.</P><P>Neue Käuferschichten will Apple mit dem Mac mini erreichen, der gerade einmal die Größe von fünf gestapelten CD-Boxen hat, und zugleich den Bildungsmarkt mit kostengünstigen Geräten versorgen. Die inneren Werte des schicken, silbernen Minis: G4-Prozessor mit 1,25 GHz oder 1,42 GHz, USB 2.0, Firewire, 40 oder 80 GB Festplatten, DVD/CD-Combolaufwerk, Modem, Anschlüsse für Monitor (VGA, DVI).</P><P>Verfügbar ist der Rechenzwerg ab Ende Januar zu einem Preis von 489 und 589 Euro. Enthalten sind das Betriebssystem Mac OS X und iLife 05, jedoch weder Tastatur noch Maus und Display. Jobs: "Sehr leise, sehr kompakt. Der kostengünstigste Mac aller Zeiten." Gegen Aufpreis lässt sich der Mini-Mac auch mit einem DVD-Brenner ausrüsten.</P><P>Ganz auf den Consumer-Markt ausgerichtet ist die neue Software-Linie iLife 05 mit iPhoto, iMovie, iDVD, iTunes und der Musikersoftware GarageBand. Alle Programme wurden beschleunigt; iMove zur Bearbeitung von Heimvideos versteht sich nun auch auf den neuen Standard HDTV. 2005 sei für Apple das Jahr des HD-Videos, erklärte Jobs. HD Video bietet deutlich bessere Qualität als bisherige Systeme. In diesem Segment gibt es eine enge Kooperation mit Sony. iLife 05 liegt allen neuen Macs bei oder kann für 79 Euro ab 22. Januar erworben werden.</P><P>Jahrelang hat Apple seine Büro-Lösung AppleWorks nicht mehr aktualisiert. Nun kommt mit iWork eine komplette Neuentwicklung auf den Markt, die die Philosophie der iApps fortsetzt: Einfach, schnörkellos, effektiv. Pages ist ein Textprogramm und enthält 40 Vorlagen; Teil von iWork ist auch die neue Version 2.0 des Präsentationsprogramms Keynote. Alle iApps sind miteinander verbunden - Pages etwa kann Bilder aus iPhoto sofort übernehmen. Preis: 79 Euro, verfügbar ab 22. Januar. Angekündigt wurde auch die Auslieferung des neuen Betriebssystemes Tiger - für das erste Halbjahr 2005.</P><P>Links: www.apple.com/de</P>

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