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Bing will Google angreifen - ob das gelingt?

Bing hat ein Porno-Problem

Seit Mittwoch ist Microsofts neue Suchmaschine Bing offiziell online. Erste Tests haben in der Internetgemeinde allerdings schon Kritik hervorgerufen. Bing hat nämlich ein Porno-Problem

Microsoft hat ein neues Portal für die Internet-Suche gestartet und hofft nun auf einen größeren Erfolg als mit den beiden Vorgängern Live Search und MSN Search. Mit Bing soll die Suche nach bestimmten Informationen möglichst zielgenaue Treffer zutage fördern.

Wir haben uns umgesehen und erste Meinungen zu Bing zusammen getragen. Winfuture schreibt von einer „Entscheidungsmaschine“. Microsoft wolle den Nutzern ihre Entscheidung in vier Bereichen erleichtern: beim Einkaufen, beim Planen einer Reise, um den Besundheitszustand zu erforschen und lokale Geschäfte zu finden, schreibt das Portal.

Thomas Knüwer, der für das Handelsblatt bloggt, hat Bing ebenfalls getestet. In einem ersten Durchgang hat er festgestellt, dass nur unter bing.com die neue Suchmaschine zu erreichen ist. Wer es mit der deutschen Endung versucht, landet in der Live Search mit Bing-Optik. Mit der .com-Endung  geht‘s aber. Beeindruckt haben Knüwer zwei Funktionen: Die Video-Anzeige, die wirklich sehr hübsch ist, und die Safer Search, die als eine Art Kindersicherung vor Pornos schützen soll. Die beiden hängen zusammen. Hier geht‘s zum Testbericht.

Weil sich die Safer Search aber mit nur drei Klicks auf moderat schalten lässt und Bing dann bei Suchanfragen, die auf Sex oder Pornos abzielen, gleich sehr eindeutige kommerzielle Seiten zeigt, hat sich Microsoft schon Kritik eingehandelt.

Microsoft und die Suchmaschinen

Seit Jahren liegt das Suchmaschinenangebot von Microsoft nur auf dem dritten Platz, hinter Marktführer Google und Yahoo. Bei Suchabfragen in den USA erreicht Live Search nach jüngsten Daten von comScore einen Anteil von 8,2 Prozent, verglichen mit 64,2 Prozent für Google und 20,4 Prozent für Yahoo. Die Reichweite ist entscheidend für den Erlös von Werbeeinnahmen mit Anzeigen, die neben der Trefferliste platziert werden. “Wir wollen es jetzt besser machen“, sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer auf der Konferenz “D: All Things Digital“ in Kalifornien.

Zum Namen des neuen Suchportals befragt, antwortete Ballmer: “Der Name ist kurz, er ist einfach auszusprechen und er kann weltweit verwendet werden.“ Bislang ist bing.com noch mit dem Vorläufigkeitsvermerk “Beta“ versehen. Zu den auffälligsten Neuerungen gehört die Anzeige einer Spalte mit ähnlichen Suchbegriffen neben der Trefferliste. Für bestimmte Suchanfragen werden auch Kategorien angezeigt, um die Ergebnisse weiter sortieren zu können. Neben der Suche im Web gibt es auch die nach Bildern, Videos, Shopping-Angeboten, Nachrichten sowie die Anzeige von Orten im Microsoft-Kartendienst Virtual Earth.

mm/dpa

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