Biomechaniker der TUM helfen Skispringern

- Das Absprungverhalten der deutschen Skispringer optimiert jetzt ein Team des Fachgebiets Biomechanik im Sport der Technischen Universität München unter der Leitung von Professor Ansgar Schwirtz.

<P>"Damit wollen wir unseren Sportlern den entscheidenden Vorteil für die Weltmeisterschaft 2005 und die Olympischen Spiele 2006 verschaffen" sagt Schwirtz.<BR>Die TUM-Sportbiomechaniker haben mit Unterstützung des Deutschen Ski Verbandes (DSV) so genannte Kraftmessplattensysteme in die Schanzen in Hinterzarten und Oberstdorf eingebaut. Bereits im Oktober 2003 haben sie das Kraftmessplattensystem in den Schanzentisch der Sprungschanze in Oberstdorf integriert. Die Plattensysteme auf dem Schanzentisch erfassen über einen Computer die Kraftübertragung der Skispringer auf den letzten zehn Meter vor dem Absprung. So können die Experten das Absprungverhalten der Athleten in Training und Wettkampf untersuchen. <BR><BR>"Mit den Messinstrumenten können wir die Bodenreaktionskräfte dreidimensional erfassen", erläutert Schwirtz. "Zudem findet eine Videoanalyse des Absprungs statt." <BR><BR>Nach einer Erprobungsphase wurde das System im Juli 2004 bei den Deutschen Meisterschaften erstmals im Wettkampf eingesetzt. <BR><BR>"Die Kraftkurven tragen erheblich zur Qualitätssteigerung unseres Techniktrainings bei, weil wir nun endlich in der Lage sind zu sehen, was die Athleten tatsächlich auf dem Schanzentisch bei knapp 100 km/h umsetzen können", sagt Andreas Bauer, der Bundestrainer für die Nordischen Kombinierer. <BR>Vor den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2005 in Oberstdorf und den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin sollen noch zahlreiche weitere Analysen folgen. <BR><BR></P>

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