Bislang nur Teilerfolg von Mars-Mission

- Darmstadt/Köln - Die Europäische Weltraumagentur (ESA) muss weiter auf ein Lebenszeichen der Landeeinheit "Beagle 2" warten. Dem Radioteleskop Jodrell Bank in der Nähe von Manchester/England ist es nach Angaben des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln in der Nacht zum Freitag nicht gelungen, ein Signal des Roboters zu empfangen.

<P>Die Versuche, mit "Beagle 2" Kontakt aufzunehmen, werden von der US-Sonde "Odyssey" in den nächsten Tagen fortgesetzt, wie die DLR mitteilte. Die nächste Kontaktmöglichkeit sei am Freitag gegen 19.00 Uhr, wenn "Odyssey" den Landeplatz von "Beagle 2" wieder überfliege.</P><P>Die Landeeinheit, die mit einem Bohrer Gesteinsproben entnehmen und analysieren soll, war am Donnerstag auf dem Roten Planeten gelandet. Der erste Versuch von "Odyssey", ein Signal zu empfangen war aber gescheitert. Nach Ansicht von ESA-Experten gibt es mehrere Erklärungsmöglichkeiten für das Schweigen von "Beagle 2". So sei das 70 Kilogramm schwere Gerät möglicherweise auf einem Felsen gelandet und liege nicht flach auf der Oberfläche des Mars. Die Sendeantenne strahle deshalb in eine falsche Richtung. Möglicherweise sei das Signal wegen leerer Batterien auch zu schwach. Nach Ansicht von Lutz Richter von der DLR kann es bis zu einer Woche dauern, bis ein Kontakt zu "Beagle 2" hergestellt ist.</P><P>Die ESA wertet den rund 300 Millionen Euro teuren Flug zum Mars trotz des Bangens um "Beagle 2" als Erfolg. Die europäische Sonde "Mars-Express", von der aus "Beagle 2" zum Mars startete, erreichte nach 205 Tagen und einer 400 Kilometer langen Reise am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages eine stabile Umlaufbahn um den roten Planeten. Das sei ein großer Tag für die europäische Raumfahrt, lobte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD).</P><P>Die ESA hat unterdessen begonnen, die Umlaufbahn von "Mars- Express" schrittweise zu ändern, um die Forschungsarbeiten vorzubereiten. Der Orbiter werde deshalb auf einen weniger elliptischen Kurs gesteuert, teilte die ESA mit. "Mars Express" nehme seine Bordinstrumente Mitte Januar in Betrieb. Der Planet wird kartografiert. Zudem werden die Oberfläche und Atmosphäre untersucht. Die Weltraumforscher erwarten vor allem von einem Radar neue Erkenntnisse, das Wasser bis in eine Tiefe von fünf Kilometern aufspüren kann. Denn nur mit Wasser gibt es möglicherweise Leben in Form von Bakterien.</P>

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