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Im Netz lauert viel Schadsoftware. Aber keine Angst: Mit dem richtigen Selbstschutz ist das Risiko für die eigenen Daten überschaubar. Foto: Hendrik Schmidt

Bitkom: Täglich rund 350 000 neue Viren und Trojaner

Computer sind im Internet einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt. Vor allem Trojaner, Würmer und Co. sind eine ernste Bedrohung. Aber auch auf vermeintlich harmlosen Webseiten können unbemerkt Schädlinge schlummern.

Berlin (dpa/tmn) - Schadsoftware wie Trojaner, Würmer und andere Viren sind momentan die größte Bedrohung für Computernutzer im Netz. Nach Angaben von Dieter Kempf, Präsident des IT-Verbands Bitkom, kommen täglich rund 350 000 neue Varianten der Schädlinge hinzu. "Nutzer müssen sich und ihre Daten vor kriminellen Hackern und neugierigen Geheimdiensten schützen", sagt er. Dabei helfen Schutzprogramme, egal ob kostenfreie oder Bezahlversionen.

Wie die Stiftung Warentest in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden hat, schützen die kostenpflichtigen Versionen allerdings besser. Zum Selbstschutz gehört auch, regelmäßig nach Updates für Betriebssystem und Browser zu schauen.

Aber nicht nur die Schadsoftware per Mail oder Download macht Internetnutzern das Leben schwer. Wie die European Network and Information Security Agency (Enisa) berichtet, sind auch webbasierte Schädlinge - bekannt als "Drive-by-Downloads" - eine große Bedrohung für die Sicherheit privater Computer. Oft reicht schon der Besuch einer präparierten Webseite aus, um sich den Schädling unbemerkt einzufangen. Die Infektion erfolgt häufig über infizierte Werbebanner, aktuelle Flash-Versionen, beziehungsweise die komplette Deaktivierung des Flash-Moduls können davor schützen. Auch Browser-Plug-ins wie NoScript helfen.

Weitere Bedrohungen sind infizierte Webseiten und Smartphone-Apps, die Nutzerdaten ausspionieren. Auch hier schützt am Computer die Deaktivierung von Flash und Javascript. Smartphone-Apps sollten nur aus dem offiziellen Appstore heruntergeladen werden. Bei Android-Geräten wird dadurch das Risiko zumindest gesenkt.

Auch die Botnetze sind laut Enisa nach wie vor ein Problem. Hierbei werden Rechner per Schadsoftware Teil eines Netzwerks vieler Computer und können von kriminellen Hackern für diverse Aktionen genutzt werden - etwa zum Versand unzähliger Spam-Mails oder für Massenaufrufe von Webseiten mit dem Ziel, sie außer Betrieb zu setzen. Der Bitkom rät zum Schutz vor solchen Infektionen zu aktuellen Virenscannern und einer aktiven Firewall. Weitere Informationen zu Botnetzen liefert die Webseite botfrei.de.

Webseite botfrei.de

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