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Wieder frei: Der Student und Blogger Philip Rizk wurde vier Tage lang verhört.

Folter gegen die Meinungsfreiheit

In zwei aktuellen Fällen wurden Journalisten und Blogger inhaftiert, eine Reporterin wurde von Beschneidungs-Befürwortern gefoltert.

Der Deutsch-Ägypter Philip Rizk war am 6. Februar auf einem Solidaritätsmarsch für Palästina in Ägypten festgenommen worden. Der 26-jährige Student und Blogger hatte sich für die Rechte der Palästinenser in den von Israel besetzten Gebieten eingesetzt, schreibt die Netzeitung. Der Autor des Blogs Tabula Gaza (nur für geladene Leser zugänglich) war auf "Mafia-Art" verschleppt und erst nach fünf Tagen freigelassen worden, schreibt der Branchendienst Heise. Bei Spiegel Online berichtet er über die Verhöre während dieser bislang schrecklichsten Tage seines Lebens.

Nun fordert die Organisation Reporter ohne Grenzen, auch Dia'Eddin Gad freizulassen, der am selben Tag in Ägypten festgenommen worden war, schreibt Heise.

Ein aktueller Fall ist auch bei Spiegel Online nachzulesen. Die Radioreporterin Manja Balama-Samba wollte in einer Provinz des westafrikanischen Landes Sierra Leone über die dort häufig praktizierte Beschneidung berichten. Balama-Samba hatte sich zuvor schon kritisch über die Praxis geäußert. In dem Ort wurde sie von Befürwortern der Beschneidung gezwungen, sich auszuziehen und nackt durchs Dorf zu laufen. Ihre ganze Geschichte lesen Sie bei Spiegel Online.

Aktuell zählen die Reporter ohne Grenzen 137 inhaftierte Journalisten weltweit und 71 Online-Dissidenten in Haft.

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