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Mit Power-Ups werden die Gegner weggeräumt : Screenshot aus Blur (Hersteller: Activision; für: XBox 360, Playstation 3 und PC; ab 12 Jahren).

Blur: Action-Spaß für Verkehrs-Rowdys

Frankfurt/Main - Für zimperliche Naturen ist das Rennspiel “Blur“ nichts. Da werden die Gegner weggerammt, mit Raketen von der Bahn geschossen oder mit Stromstößen abgebremst. Der Test: 

Das entspricht zwar nicht der geltenden Straßenverkehrsordnung, macht aber richtig viel Spaß. “Blur“ ist ein spannendes und unterhaltsames Action-Rennspiel für Verkehr-Rowdys und solche, die es immer schon werden wollten. Bei der Installation der DVD auf dem PC ist zunächst einmal Geduld gefordert. 14 Gigabyte werden auf den Rechner geschaufelt, das kann schon etwas dauern. Und nach dem ersten Start und der notwendigen Anmeldung im Internet wird dann noch ein Update fällig, das inzwischen für “Blur“ auch schon vorliegt. Dann kann es aber losgehen:

Das grundsätzliche Spielprinzip ist wie bei allen Rennspielen einfach: wer zuerst durchs Ziel fährt, hat gewonnen. Bei “Blur“ kommt aber noch einiges hinzu. Schnell geht es nicht nur um den Sieg, sondern auch darum, möglichst viele Fans und Lichter zu bekommen. Lichter und Fans sind eine Art Punktesystem, mit dem neue Fahrzeuge und Strecken freigeschaltet werden. Um voranzukommen, sollte man auf die “Power-Ups“ achten, die immer wieder auf der Strecke auftauchen. Mit ihnen kann man den eigenen Wagen rasant beschleunigen, Minen legen, Schutzschilder aufbauen, um Angriffe abzuwehren, und Raketen auf andere Fahrzeuge abschießen.

Screenshots aus Blur

Screenshots aus Blur

“Blur“ ist ein rundum gelungenes Spiel, bei dem der Spaß-Faktor in jeder Hinsicht im Vordergrund steht. Das Fahrverhalten der Wagen ist genauso wenig realistisch wie die physischen Folgen von Karambolagen. Selbst nach einem ordentlichen Überschlag oder Raketentreffer geht es bald wieder zügig los. Letzte Schrammen beseitigt noch während des Rennens das Power-UP “Reparatur“.

Die überaus einfache Steuerung macht auch Anfängern den Einstieg leicht. Gas geben, mit den Pfeiltasten links und rechts lenken, dazu noch de Strg-Taste für die Power-Ups, das war's. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich aber in drei Stufen variieren, so dass auch höhere Ansprüche befriedigt werden. Die Grafik ist absolut gelungen, sehenswert sind auch die Fahrzeuge, bei denen sich die Entwickler die Rechte bei den Autoherstellern gesichert haben, so dass man mit “echten“ Fords, VWs, Audis oder Nissans über die insgesamt 14 Strecken brettert. “Blur“ lässt sich alleine gegen den Computer spielen.

Spannender wird es aber wohl, wenn man gegen echte Gegner antritt. Dazu bietet das Spiel etliche Möglichkeiten. So können bis zu vier Spieler an Konsole oder PC antreten, Online kann man sich mit bis zu 20 Gegnern messen. Herausgefordert werden Freunde und Gegner über einen “Teile“-Button. Über Rennerfolge tauscht man sich dann bei Facebook aus.

Hinzu kommt noch ein gelungener Sound, die Musik kommt vom Independent-Label Ninja Tune, der Band Crystal Method und vom irischen Produzenten Jacknife Lee.

“Blur“ von Bizarre Creations ist bei Activision für Xbox 360, PlayStation3 und PC erschienen. Das Spiel kostet zwischen 50 und 60 Euro.

Von Klaus Gürtler

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