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Im Gerichtssaal: Youssef El H. legt gegen sein Urteil Revision ein.

Kofferbomber-Urteil: 24-Jähriger kriegt lebenslänglich

Lebenslange Haft - so lautet das Urteil für den "Kofferbomber von Köln". Der 24-jährige Libanese weist jede Mordabsicht von sich und geht in Revision.

Am Dienstag hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht den Libanesen Youssef El H. des vielfachen versuchten Mordes schuldig gesprochen. Nach 60 Verhandlungstagen mit 76 Zeugen wurde das Urteil mit Spannung erwartet. Ein Video zum Prozess hatte die Welt vor der Urteilsverkündung hochgeladen.

El H. hatte zugegeben, im Juli 2006 zwei Kofferbomben in Zügen am Kölner Hauptbahnhof deponiert zu haben. Die Bomben explodierten jedoch nicht. Während der Verhandlungen bestritt El H. jede Mordabsicht. Bei den Bomben habe es sich bewusst um Attrappen gehandelt, sagte er laut Bild. Deponiert worden seien die Sprengsätze nur, um gegen die in zahlreichen europäischen Medien veröffentlichten Karikaturen des Propheten Mohammed zu protestieren, schreibt der Stern.

Die Richter hielten die Aussage wohl für nicht glaubwürdig, schreibt die Zeit. Nur durch einen Irrtum beim Bau der Sprengsätze sei es nicht zu einem Blutbad gekommen, befand das Gericht. El H.s Verteidiger wollen gegen das Urteil Revision einlegen.

Eine Chronologie der Fahndung hat die Netzeitung zusammengestellt. Einen Artikel zu den Verbindungen nach Deutschland gibt es bei Spiegel-Online.

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