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Nicht jeder war erwünscht: Bodyguards spannten Schirme auf, um das Brautpaar zu verdecken.

Nachrichten-Scout am Abend

Boris und Lilly: Hochzeit vor den Kameras

Das schreiben die Anderen: Boris Becker inszeniert Hochzeit als Medienspektakel und erntet reichlich Kritik und die iranische Opposition sieht sich schon die Wahl gewinnen.

Ja-Wort zwischen den Werbepausen

Boris Becker und seine Liebste Lilly Kerssenberg haben in St. Moritz standesamtlich geheiratet. In die Kirche geht es am frühen Abend.

RTL besitzt die alleinigen Bildrechte an der Hochzeit - und zeigt exklusive Videos von nach der Trauung. Um alle anderen Fotografen abzuhalten, spannten Bodyguards Schirme auf. Oder, damit das Paar etwas Privatsphäre hatte? Öffentlich und doch privat - nur bestimmte Medien waren erwünscht.

Also drückten sich die anderen Fotografen auf den Mauern und in den Bäumen herum um zu knipsen, was sie kriegen konnten. Boris Becker hat aus seiner Hochzeit ein Medienspektakel gemacht, aus dem er reichlich Kapital schlägt. Wen wundert‘s da, dass die Feierlaune von Buhrufen getrübt wurde.

Natürlich kommentieren die Zeitungen das Spektakel bissig: Der Stern meint, die einstige Sportlegende würde sich nun entgültig zur Trash-Ikone deklassieren. Welt Online sieht Boris Becker sich ins Abseits befördern. Zu viel Tamtam, doch bei Bobbele nichts Neues - egal ob Samenraub, Schlussmachen per SMS oder eben die zweite Hochzeit, sein Leben findet wohl immer in der Öffentlichkeit statt.

Hohe Wahlbeteiligung im Iran

Das Wahlergebnis wird heute nicht mehr erwartet, doch so viel steht fest: Die Wahlbeteiligung ist enorm hoch. 46 Millionen Iraner sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben - im Zentrum des Interesses stehen Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad und Ex-Premier Hussein Mussawi, schreibt die Tagesschau.

Die Oppositionspartei Mussawis, deren Anhänger vor allem der jungen Mittelschicht entstammen, hat derweil schon den Wahlsieg ausgerufen - obwohl die Wahllokale noch nicht geschlossen sind, berichtet Spiegel Online. Die Regierungspartei beschwert sich und spricht von psychologischer Kriegsführung. Ob Ahmadinedschad eine Niederlage hinnehmen wird, ist unklar.

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