Botenstoffe gegen Fressfeinde

- Pflanzenwurzeln sind feindlichen Attaken hungriger Bodenbewohner nicht wehrlos ausgeliefert. Das haben jetzt Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena und der Schweizer Universität Neuchatel herausgefunden.

Sie untersuchten Maispflanzen und einen ihrer Schädlinge, den westlichen Maiswurzelbohrer "Diabrotica virgifera". In Europa hat dieser Schädling bereits erhebliche Einbußen in der Ernte zu verantworten. <BR><BR>Sobald eine "Diabrotica virgifera"-Raupe die Maiswurzeln anknabbert, senden diese einen Botenstoff ins Erdreich aus. Damit sind die Pflanzen in der Lage, Würmer, so genannte Nematoden, anzulocken, welche die pflanzenschädigenden Raupen als Nahrung vertilgen. Das berichten die Wissenschaftler im britischen Fachjournal "Nature" (7. April). Die Ökologen erforschten zudem, wie sich Wildarten gegen den Befall von Schädlingen wehren. "Gerade Wildpflanzen, deren Genome nicht durch Menschenhand jahrhundertelang hin- und hergekreuzt und im Gewächshaus verwöhnt wurden, besitzen noch ein großes Repertoire natürlicher Schutzmechanismen", sagt Professor Jonathan Gershenzon vom Max-Planck-Institut.<BR><BR>Damit konnten die Forscher erstmals unterirdisch nachweisen, was oberirdisch schon zuvor entdeckt worden war: Pflanzen sind in der Lage, mit chemischen Botenstoffen die Feinde ihrer Feinde anzulocken.

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