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Die Hacktevisten "Anonymous" haben in einem Video den Anti-Piraten den Kampf erklärt.

Brasilianer entern Militär-Satelliten

Da es in Brasilien kein flächendeckendes Mobilfunknetz gibt, hacken sich immer mehr Einwohner in Militär-Satelliten der US Navy ein. Auch andere Hacker waren in jüngster Zeit „erfolgreich“.

Mit einer relativ einfachen Ausrüstung lassen sich die ungeschützten Kommunikationsfrequenzen des Navy-Satelliten FLTSAT-8 nutzen, schreibt wired.com. Die Satelliten sind noch auf dem technischen Stand der 70er Jahre und funken auf einem Frequenzbereich zwischen 292 und 317 Mhz. Die Ausrüstung für das „Satelliten-Hijacking“ gebe es in Brasilien für unter 500 Dollar an jeder Tankstelle. Für das US-Militär und die brasilianische Polizei ist dieses illegale Telefonieren natürlich ein großes Problem. Kürzlich hat die Polizei in Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium bei einer Aktion unter dem Motto „Operation Satellite“ 39 Verdächtige festgenommen. Ihnen drohen bis zu vier Jahre Haft.

Die Amerikanischen Streitkräfte machen sich durchaus Sorgen darüber, dass ein verwunderter Soldat im Ernstfall seinen Standort nicht mitteilen kann, weil sich zwei Brasilianische Trucker über das Wetter unterhalten. Einen Mitschnitt eines solchen Gesprächs gibt es auf YouTube.

Andere Hacker sind in die Computer eines der teuersten Waffenprojekte der Amerikanischen Streitkräfte eingedrungen: das 300 Milliarden Euro teure „F-35 Lightning II“-Projekt. Die Hacker haben bei einem Spionage-Angriff mehrere Terabytes Daten über das Superkampfflug heruntergeladen, berichtet das Wall Street Journal. Wie das Magazin in Berufung auf Militärkreise schreibt, kommen die Hacker-Angriffe von außerhalb der USA.

Als Protest gegen das Urteil gegen die Betreiber des BitTorrent-Portals „Pirate Bay“ haben Hacker die Webseiten des Weltverbands der Phonoindustrie sowie die Kanzlei-Seiten der Rechtsanwälte der Kläger lahmgelegt. Wie „The Register“ berichtet, hätten sich rund 250 „Hacktivisten“ in einem Chat zu einer sogenannten Denial-Of-Service-Attacke verabredet. Dabei wird durch eine enorme Zahl von Anfragen der Hostserver der Internetseiten überlastet, so dass dieser nicht mehr erreichbar ist.

Verantwortlich ist die Hacker-Gruppe Anonymous, die in einem YouTube-Video allen, die sich gegen Internet-Piraterie stellen, den Kampf angesagt hat.

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