Online-Trinkspiel "Neknomination"

Brite schluckt lebenden Goldfisch - verurteilt

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Gateshead - Ein Brite hat seine Variante des Internet-Trinkspiels "Neknomination" teuer bezahlt: Weil er mit seinem Bier einen lebenden Goldfisch herunterspülte, musste er eine saftige Strafe zahlen.

Ein Gericht im nordostenglischen Gateshead verurteilte den 22-Jährigen zu einer Strafe von 330 Pfund (rund 400 Euro), weil er während des Internet-Trinkspiels namens "Neknomination" zu Silvester einen lebenden Goldfisch verschluckt hatte. Gavin Hope hatte sich selbst dabei gefilmt, wie er erst einen halben Liter Bier mit Tabasco, Tequila, einem rohen Ei und Fischfutter herunterspült und anschließend noch einen zappelnden Goldfisch verschlingt. Den Clip (hier zu sehen) stellte er ins Internet.

Bei dem Phänomen, das Anfang des Jahres eine Zeitlang auf diversen sozialen Netzwerken wie Facebook fröhliche Urständ' feierte, trinken die Teilnehmer vor laufender Kamera einen halben Liter Bier, ohne das Glas abzusetzen. Dann fordern sie ihre Anhänger im Internet auf, es ihnen gleichzutun. Der Richter bezeichnete die Aktion als "dämlich" und verurteilte den 22-Jährigen wegen Grausamkeit an Tieren. Zusammen mit den Gerichtskosten muss Hope für seinen dummen Einfall fast tausend Euro zahlen.

Die königliche Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten an Tieren (RSPCA), die Hope verklagt hatte, begrüßte das Urteil. Sie hatte Anfang des Jahres eine Kampagne gegen diesen Trend gestartet, bei dem nicht selten Tiere zu Schaden kommen. RSPCA-Vertreterin Michelle Charlton zitierte den Bericht eines Tierarztes, wonach der "Magen ein völlig ungeeigneter Ort für lebende Goldfische" sei. Die Tiere seien dort einem langsamen Erstickungs-, Säure- und Alkoholtod ausgesetzt, heißt es in dem Bericht weiter.

Planking, Baguetting, Supermanning: Internet-Trends im Bild

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Der alkoholgetränkte Blödsinn hatte auch menschliche Todesopfer gefordert. Nicht zuletzt das war für viele der Grund, gegen den Trend zu protestieren. Doch auch sinnvolle Varianten der "Neknominations" waren erfolgreich, nicht nur, wenn sie mit erotischem Inhalt gefüllt waren. So filmten sich User dabei, wie sie ihren Mitmenschen etwas Gutes taten, etwa armen Menschen etwas zu essen gaben.

afp/hn

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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