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Passwörter müssen sicher sein

Drei-Punkte-Plan

BSI: Datenklau - Das müssen Sie jetzt tun

Berlin - Die Sicherheitsbehörde BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) schlägt Alarm: Millionen Daten sind im Internet geklaut worden. Wie verhalten sich Internetnutzer jetzt richtig?

Mehrere Millionen Zugangsdaten für Online-Dienste, darunter vor allem E-Mail-Konten, sind nach Angaben des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gekapert worden. Betroffen seien 16 Millionen Benutzerkonten, teilte das BSI am Dienstag mit. Die Behörde hat die Webseite sicherheitstest.bsi.de eingerichtet, auf der Menschen überprüfen können, ob sie betroffen sind. Der Ansturm an Anfragen zwang am Dienstag allerdings die Server in die Knie, die Seite des BSI war immer wieder nicht erreichbar. Auch am Mittwoch sorgte die Flut an Anfragen für Probleme auf der Seite. Millionen Internetnutzer wollen aber nun so schnell wie möglich wissen: Wie verhalte ich mich richtig?

BSI vergleicht Ihre Email mit den Daten aus den Botnetzen

Auf der Seite www.sicherheitstest.bsi.de können Sie Ihre E-Mail-Adressen überprüfen lassen. (Zum Vergrößern bitte hier klicken)

1. Überprüfen Sie (falls möglich), ob Sie zu den Betroffenen gehören: Dazu geben Sie auf der Seite www.sicherheitstest.bsi.de Ihre E-Mail-Adresse ein. Diese wird nun vom BSI mit den Daten aus den Botnetzen verglichen. Sind Sie betroffen, werden Sie über Email vom BSI informiert. Das kann allerdings einige Stunden dauern. In dieser Mail steht auch, wie Sie sich zu verhalten haben. Gehören Sie nicht zu den Betroffenen, erhalten Sie auch keine E-Mail.

2. Sind Sie betroffen, sollten Sie Ihren Rechner von Schadsoftware befreien. Das BSI vermutet, dass die Täter Trojaner benutzt haben, um die Daten und Passwörter zu knacken. Für die Reinigung gibt es verschiedene Programme, sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige. Kostenlose Programme sind unter Anderem  Avira Free Antivirus, avast! Free Antivirus oder AVG Anti-Virus Free. Mit dem Avira PC Cleaner können Sie Ihren Computer zwar ruckzuck auf einen Schadsoftwarebefall überprüfen. Er ersetzt aber kein Virenschutzprogramm. Generell kann es nicht schaden, eines der Programme pro forma über den Rechner laufen zu lassen - auch wenn noch nicht bestätigt ist, dass man zu den 16 Millionen Opfern gehört.

BSI rät: Ändern Sie Ihr Passwort!

3. Ändern Sie Ihre Passwörter! Besonders die, die Sie in Verbindung mit der vom BSI überprüften Email-Adresse zur Anmeldung bei Online-Diensten nutzen. Aber auch unabhänig vom aktuell durch das BSI aufgedeckten Datendiebstahl ist ein sicheres Passwort wichtig, um vor potenziellem Schaden zu schützen.

Ein gutes Passwort besteht aus mindestens acht Zeichen und enthält Groß- und Kleinbuchstaben sowie Ziffern und Sonderzeichen (!+?% usw. ...). Nehmen Sie keine Namen von Familienmitgliedern, Haustieren oder Stars und verwenden Sie keine Zahlenfolgen wie 123456. Das Passwort sollte nicht im Wörterbuch vorkommen. Ein Fantasiepasswort können Sie sich durch Eselsbrücken merken. Ein Beispiel: HMb1a&hg = "Heute Morgen bin ich aufgestanden und habe gefrühstückt". Die "1" ähnelt einem "i" und ersetzt es, ebenso wie das "&" das "und".

Lesen Sie auch: "Achtung: 16 Millionen E-Mail-Daten gestohlen"

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