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Liest für einen Zuschauer: Rafik Schami und andere Autoren machen mit beim Projekt Zehnseiten.de.

Buchwerbung wird beweglich

Um neue Zielgruppen zu erschließen, nutzen Buchverlage neuerdings das Internet. Autoren, die im Video vorlesen, und aufwendig produzierte Buchtrailer ersetzen Zeitungsanzeigen.

Rafik Schami spricht zum Publikum. Er liest aus seinem neuen Buch vor. Um ihn zu sehen, muss man nicht darauf warten, dass der Schriftsteller in der nächst größeren Stadt eine Lesung hält - man kann ihn im Internet besuchen. Die Betreiber von Zehnseiten.de haben Autoren gefilmt, die aus ihrer Neuerscheinung zehn Seiten vorlesen.

Wie dieses Format halten viele Ideen Einzug auf den Buchmarkt. Verlage verzichten teilweise schon auf die Bewerbung in Zeitungen - sie nutzen das Internet. Eine Möglichkeit sind die Buchtrailer, die neuerdings statt eines Klappentextes auf den Online-Auftritten der großen Buchhandelsketten zu sehen sind. Auch auf Youtube findet man die Trailer.

In kurzen, teils aufwendig produzierten Filmen lassen die Verlage ihre Neuerscheinungen bewerben. Agenturen produzieren die Kurzfilme, die mal animiert sind, so wie im Trailer zu Christian Krachts Roman "Ich werde hier sein im Sonnenlicht und im Schatten". Mal stellen die Trailer den Autor in den Mittelpunkt, wie für das Buch der TV-Moderatorin und Innenarchitektin Tine Wittler.

Der Club Bertelsmann verbindet die Marketingidee mit einem Wettbewerb. Er ruft jedes Jahr junge Filmemacher dazu auf, Buchtrailer zu gestalten. Gerade wurden die diesjährigen Gewinner gekürt. Den Publikumspreis erhielt Marc Thümmler für seinen Film zu Charles Baudelaires "Die Blumen des Bösen".

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