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Den Sony Reader kann man überallhin mitnehmen.

Die Bücher Revolution

Ab März im Handel: Sonys "iPod zum Lesen". Wir verraten Ihnen alles über das elektronische Buch.

Revolutionäres "Buch": der Sony Reader

Beginnt am 11. März in Deutschland die Zukunft des Bücherlesens? Dann bringt Sony seinen lange erwarteten „Reader" auf den Markt, der das Lesen etwa so verändern soll, wie das der iPod ab 2001 mit dem Musikhören schaffte. Seit dem iPod brauchen Sie keine CDs mehr, um Ihre Lieblingsmusik immer dabei zu haben. Der 299 Euro teure Reader will nun kiloschwere Bücherstapel zum Beispiel im Urlaubskoffer abschaffen. Wir beantworten die fünf wichtigsten Fragen zur neuen Technik, die Sony selbstbewusst als „Gutenberg 2.0" anpreist – als die Revolution des Buchdrucks.

1. Was ist der Sony Reader?

Ein elektronisches Gerät, auf dessen Bildschirm Sie Bücher lesen können. Mit seinem Lederumschlag erinnert der Reader an ein kleines Taschenbuch – er enthält aber viel mehr Lesestoff. Bereits der serienmäßige Speicher von 192 MB reicht für gut 160 Bücher. Mit einer Speicherkarte können Sie Ihre tragbare Bibliothek auf bis zu 13 000 Bücher erweitern.

2. Wie funktioniert das Lesen am Reader?

Das Allerwichtigste: Nach dem Eindruck aller Experten, die den Reader bereits ausprobiert haben, ist das Lesen tatsächlich so angenehm wie mit einem echten Buch. Der Bildschirm unterscheidet sich nämlich komplett von einem Computer-Display. Er verwendet eine sogenannte „EInk" (elektronische Tinte) zur Darstellung der Seiten. Damit können Sie ermüdungsfrei und auch im hellen Sonnenlicht lesen. Umgeblättert wird per Knopfdruck.

3. Wie kommen die Bücher auf den Reader?

Bereits zur Markteinführung sind viele Bestseller verfügbar, unter anderen „Die Tore der Welt" von Ken Follett oder „Eragon. Die Weisheit des Feuers" von Christopher Paolini. Und das Angebot soll schnell wachsen. Viele Klassiker, die über 70 Jahre alt sind, bekommen Sie im Internet (gutenberg.org) sogar kostenlos. Die Buch-Dateien kaufen Sie online oder im Laden und überspielen sie vom PC auf den Reader – genau wie Musik auf den iPod.

4. Was kann der Reader noch?

Wenn Sie schlecht sehen, können Sie den Text vergrößern. Die letzte Seite, die Sie von jedem Buch gelesen haben, merkt sich das Gerät automatisch – quasi ein elektronisches Eselsohr. Sie können auch PDFs oder Word-Dateien anzeigen. Sogar MP3-Dateien spielt der Reader ab – für Musikbegleitung beim Lesen ist also gesorgt. Weil die E-Ink-Technik nur beim Umblättern Strom verbraucht, halten die Akkus extrem lange. Sony verspricht rund 7000 Seiten Lesespaß pro Ladung.

5. Lohnt sich ein Kauf?

Auch wenn Bücherlesen am Bildschirm erstmal merkwürdig klingt – die ersten Kritiken sind fast durchweg positiv. Es könnte sich aber auch lohnen, mit dem Kauf noch etwas zu warten. Amazons neues Lesegerät  Kindle 2 kommt wohl noch 2009 nach Deutschland – und kann vielleicht sogar noch mehr als der Sony Reader.

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