Das Büro in die Tasche gesteckt

- Wenn sich kommende Woche die Topmanager der Branche in München auf der Systems 2005 treffen, haben etliche von ihnen ihr Büro in der Jackentasche mit dabei: BlackBerry nennt sich die kabellose Nabelschnur, die Manager rund um die Uhr mit ihrer Firma verbindet. Der Taschen- PC der amerikanischen Firma Research in motion (RIM) erobert nach seinem Siegeszug in den USA zunehmend auch die Herzen und Taschen deutscher Geschäftsleute. Seinen Erfolg verdankt das mobile Büro seiner Vielseitigkeit, vor allem aber seiner E-Mail-Funktion. Mit Black- Berry muss man sich nicht mehr über Notebook oder Handy ins Internet einwählen, um zu den E-Mails zu gelangen.

Suchtgefahr trotz Sicherheitsbedenken

Dank einer Zusatzsoftware auf dem Mailserver der Firma werden eingehende Mails ohne Zeitverzögerung automatisch auf den Taschen-PC weiter geleitet. Dazu ist nicht einmal ein Internetanschluss erforderlich, denn BlackBerry braucht nur ein GMS- oder GPRS-Netz. Selbst E-Mails mit angehängten Dateien lassen sich problemlos versenden. Als mobiles Büro beherrscht BlackBerry auch die Verwaltung von Adressen und eine Kalenderfunktion, mit der -durch die permanente Verbindung zum Firmenintranet -Termine automatisch abgeglichen werden können.

Mit BlackBerry kann man auch SMS verschicken und Telefonieren. Zu den Telefonfunktionen gehören Anrufweiterschaltung, Konferenzschaltungen, Freisprech- und Anklopffunktion. In Deutschland haben alle großen Mobilfunkanbieter BlackBerry-Endgeräte und Software im Angebot. Bei Vodafone ist der Taschen- PC BlackBerry 7290 schon ab 85 Euro zu haben, aber die Funktionen von BlackBerry kann man auch mit dazu geeigneten Endgeräten anderer Hersteller, wie etwa dem Nokia Communicator 9500, nutzen.

Bedenken gegen BlackBerry hat vor kurzem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geäußert: Die unsichere Architektur des Taschen-PC’s soll es Dritten theoretisch ermöglichen, auf E-Mails zuzugreifen, die mit BlackBerry verschickt werden. Die Firma bestreitet die Vorwürfe vehement. Dennoch ist BlackBerry bei amerikanischen Managern inzwischen so beliebt, dass sie ihn kaum noch aus der Hand legen wollen -weshalb der kleine PC in Anlehnung an eine Modedroge bereits den Spitznamen "Crackberry" erhalten hat...

www.blackberry.com

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