+
„Merkel redet über die Zukunft Europas in einem Technokratenkauderwelsch": SPD-Chef Sigmar Gabriel (re.) twitterte während der Bundestagsdebatte zur Eurokrise eifrig. Auch Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin (li.) ist im Internet offensiv unterwegs.

Abgeordnete führen Paralleldebatte über Twitter

Berlin - Wie sehr das Internet auch den politischen Alltag verändert hat, zeigte sich bei der Bundestagsdebatte zur Euro-Politik.

Kaum hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag mit ihrer Regierungserklärung begonnen, verbreiteten Abgeordnete der Opposition aus dem Plenum Kommentare über den Kurznachrichtendienst Twitter. Im Bundestagsplenum sind nach Angaben der Pressestelle Smartphones und Tablet-Computer erlaubt, solange damit nicht telefoniert wird.

SPD-Chef Sigmar Gabriel twitterte: „Merkel redet über die Zukunft Europas in einem Technokratenkauderwelsch, bei dem kein Mensch mehr weiß, wohin die Reise eigentlich gehen soll“. Der Grünen-Abgeordnete Thilo Hoppe kommentierte die Regierungserklärung zur EU und zu Griechenland mit den Worten: „Immer das Gleiche. Wirkt lustlos und langweilig“. Die haushaltspolitische Sprecherin der Grünen, Priska Hinz, warf die Frage auf: „Warum klatscht die FDP so selten bei BK Merkel?“

Als SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück direkt nach Merkel ans Rednerpult trat, zückten Abgeordnete von Union und FDP ihre Smartphones. „Steinbrück redet jetzt schon sehr lange. Aber was will er eigentlich? Und wer versteht ihn? Sigi, Steini und Trittin gucken skeptisch :-)“, twitterte Umweltminister Peter Altmaier (CDU). Gemeint waren SPD-Parteichef Sigmar Gabriel, der Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier und Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Test: Schlechter Daten- und Jugendschutz bei Spiele-Apps
Geldfallen, schlechter Jugendschutz und Schlamperei beim Übertragen sensibler Daten: Viele beliebte Spiele-Apps haben laut einer Untersuchung von Stiftung Warentest …
Test: Schlechter Daten- und Jugendschutz bei Spiele-Apps
Smartphone-Tracking beim Einkaufen lehnen die meisten ab
Einkauf-Tracking funktioniert nicht nur im Internet. Wer einen Supermarkt betritt, kann durch das Smartphone ebenfalls verfolgt werden. Doch das kommt bei den …
Smartphone-Tracking beim Einkaufen lehnen die meisten ab
Zu hell und zu grell? - Das Fernsehbild richtig einstellen
Der Fernseher ist für viele das zentrale Möbelstück. Die Couch wird danach ausgerichtet, der passende Unterschrank gekauft - doch auch das Gerät an sich sollte man …
Zu hell und zu grell? - Das Fernsehbild richtig einstellen
Google wird E-Mails nicht mehr für Anzeigen-Auswahl scannen
Es ist bekannt, wird aber kritisch betrachtet: Google hat bisher die E-Mails von Gmail-Nutzern für personalisierte Werbung durchleuchtet. Damit soll bald Schluss sein.
Google wird E-Mails nicht mehr für Anzeigen-Auswahl scannen

Kommentare