Bush verkündet Mond- und Marsmissionen

- Washington - Die USA wollen bis spätestens 2020 zum Mond zurückkehren. Dies kündigte US-Präsident George W. Bush am Mittwoch bei einer Rede in der NASA-Zentrale in Washington an. Vom Mond aus könnten dann in späteren Jahren "der Mars und Welten dahinter" erkundet werden. Bush betonte, mit seiner Initiative wolle er der Raumfahrtbehörde NASA wieder eine klare Aufgabe und ein Ziel geben. Zuletzt waren Amerikaner im Jahr 1972 auf dem Mond.

<P>In seiner Rede verwies der Präsident darauf, dass sich die Raumfahrt in den vergangenen 30 Jahren stark auf das erdnahe Orbit beschränkt habe. "In den vergangenen 30 Jahren hat kein Mensch eine andere Welt betreten oder sich weiter als 386 Meilen (620 Kilometer) ins All gewagt - das ist in etwa die Entfernung zwischen Washington und Boston". Amerika habe seit fast einem Viertel Jahrhundert kein neues Raumschiff für Astronauten entwickelt. "Es ist an der Zeit für Amerika, die nächsten Schritte zu unternehmen", forderte der Präsident.</P><P>Bush versicherte den internationalen Partnern zugleich, die USA würden ihre Verpflichtung einhalten und an der Fertigstellung der Raumstation ISS bis zum Jahr 2010 festhalten. Bis zum Jahr 2008 wollen die USA einen Nachfolger für die Jahrzehnte alten Shuttles entwickeln, mit denen Astronauten dann nicht nur die Raumstation, sondern vom Jahr 2015 oder spätestens 2020 auch den Mond und andere Welten erreichen könnten. Die verbleibenden Raumfähren sollen bis Ende des Jahrzehnts vor allem für den Ausbau der ISS eingesetzt und dann nach 30 Jahren pensioniert werden.</P><P>Die Kosten für das ehrgeizige Projekt bezeichnete Bush als erschwinglich. Das Weiße Haus schätzt die Kosten in den kommenden fünf Jahre auf zwölf Milliarden Dollar. Elf Milliarden Dollar davon könnten durch eine Umstrukturierung des bisherigen Raumfahrtprogramms bereitgestellt werden. Um die Kosten ganz zu decken, wolle Bush eine weitere Milliarde Dollar beim Kongress beantragen.</P><P>Der Präsident erklärte, eine ständig besetzte Mondstation könne die Kosten für die weitere Erkundung unseres Sonnensystems deutlich verringern. Vom Mond mit seiner geringen Schwerkraft könnten Raumschiffe mit einem viel geringerem Energieaufwand und damit deutlich billiger zu ihren Missionen aufbrechen. Außerdem gebe es auf dem Mond Rohstoffe im Überfluss, die abgebaut und genutzt werden könnten.</P><P>Unterdessen liefen auf dem Mars letzte Vorbereitungen für die erste Erkundungstour des Roboters "Spirit". Nach den NASA-Plänen sollte der Rover am Donnerstagmorgen (8.30 Uhr MEZ) von seinem Landefahrzeug auf den Marsboden rollen und sich dann auf den Weg zu einem kleinen Krater machen, um dort Gestein auf Spuren von Leben hin zu untersuchen.</P>

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