+
Alarmanlagen halten Diebe nicht unbedingt von ihrem Vorhaben ab. Foto: Bodo Marks

"c't" informiert: Sicherheitslücken in Alarmanlagen

Gefährliche Sicherheitslücken in vernetzten Alarmanlagen haben Spionen und Dieben den Einbruch in Wohnungen und Häuser erleichtert. Redakteure des Computermagazins "c't" sind im Rahmen eines normalen Tests solcher Geräte auf diese Lücken gestoßen.

Hannover (dpa) - Vernetzte Alarmanlagen sind offenbar nicht so sicher, wie sie scheinen. Laut einem Medienbericht von "c't" lassen diese durchaus Diebe ins Haus. Einbrecher hätten dadurch unter anderem ein detailliertes Bewegungsprofil ihrer potenziellen Opfer erstellen können.

Dadurch war ein Raubzug ungestört möglich, schreibt das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe (14/2016). Mit Erscheinen des Hefts sollten die entdeckten Schwachstellen jedoch wieder behoben sein.

Ein häufig vorhandener Schwachpunkt war denkbar banal: Die Steuerungsoberfläche im Netz einiger Geräte etwa von Abus, Lupus Electronics oder Climax Technology war mit einem Standard-Login erreichbar. Auch bei der Freigabe im Netz musste dieser nicht zwingend geändert werden - und waren damit einfach zu erraten. "So wird dieser wichtige Schritt von vielen Nutzern schlicht vergessen", erklärte "c't"-Redakteur Sven Hansen. Hinzu komme, dass sich über spezielle Online-Portale wie Shodan solche Geräte wie bei einer Google-Suche einfach auffinden ließen. "Beides zusammen führt schnell zum Alamranlagen-GAU", sagt Hansen.

Bei ihren Recherchen fanden Hansen und sein Kollege Ronald Eikenberg Hunderte offen übers Netz erreichbare Anlagen in aller Welt. Es sei ein Leichtes, sie etwa über die IP-Adresse geografisch zu orten. Hinterlegte E-Mail-Adressen oder Handynummern für den Fall eines Alarms habe es potenziellen Einbrechern zusätzlich leicht gemacht. Die Hersteller hätten allesamt "erschrocken" reagiert. Inzwischen hätten die genannten Firmen Änderungen und Sicherheitsupdates herausgegeben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Telefonieren per Messenger-App: Vier Tipps für Handynutzer
Immer mehr Messenger-Apps erlauben auch Sprachanrufe direkt aus dem Chat heraus. Das spart zwar Geld, knabbert aber auch am monatlichen Datenvolumen. Und hat einige …
Telefonieren per Messenger-App: Vier Tipps für Handynutzer
Sofortbilder überleben in Zeiten der Smartphone-Kameras
So erstaunlich es klingen mag: Klassische Sofortbild-Fotos sind nicht ausgestorben. Nicht nur Mode-Labels greifen darauf in Werbekampagnen zurück. Es gibt sogar …
Sofortbilder überleben in Zeiten der Smartphone-Kameras
"Robinson: The Journey" für Oculus Rift erschienen
Robin entdeckt den Planeten Tyson III - eine Welt voller Dinosaurier. Der Junge ist der Protagonist in dem Spiel "Robinson: The Journey". Das wird mit einer …
"Robinson: The Journey" für Oculus Rift erschienen
WhatsApp führt neue Status-Funktion ein
Mountain View - WhatsApp wird mit einer neuen Funktion ein Stück mehr zum sozialen Netzwerk. Diese erinnert an den Messaging-Dienst Snapchat.
WhatsApp führt neue Status-Funktion ein

Kommentare