CeBIT öffnet für Publikum

- Hannover - Die weltgrößte Computermesse CeBIT in Hannover öffnet heute für das Publikum. Schwerpunkte sind vor allem das vernetzte "digitale Zuhause", drahtlose Kommunikations über UMTS und WLAN sowie IT-Sicherheit und das Breitband-Internet. Die Branche sieht sich nach mehreren mageren Jahren mitten in einem stabilen Aufschwung. Für dieses und das nächste Jahr wird ein Wachstum von jeweils mehr als drei Prozent erwartet.

Weitere spannende CeBIT-Themen sind das in den Startlöchern stehende hochauflösende Fernsehen HDTV, das Rennen um die Nachfolge der DVD und die Internet-Telefonie. Die Zahl der Aussteller ist nach mehreren Rückgängen wieder gestiegen - auf 6270 von 6109 im Vorjahr. Die Messe läuft bis zum 16. März.

Bundeskanzler Gerhard Schröder macht am Donnerstagmorgen seinen traditionellen CeBIT-Rundgang. Bei der offiziellen Eröffnung der Messe am Vorabend würdigte Schröder die wieder erstarkte IT-Industrie als Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft. Allein 2004 hätten deutsche IT-Unternehmen die Exporte um mehr als 10 Prozent gesteigert. Dies sei ein Zeichen für ihre Konkurrenzfähigkeit.

Beim CeBIT-Pressetag am Vortag wurde bereits die Aufbruchstimmung in der IT-Branche deutlich. Getrieben vom erwarteten Durchbruch neuer Technologien wie UMTS und einem Boom der IT-Dienstleistungen dürfte die Branche 2005 um 3,4 Prozent und im kommenden Jahr um weitere 3,1 Prozent auf 140 Milliarden Euro wachsen. Zudem sollen nach einer Entlassungswelle in den vergangenen Jahren wieder tausende Jobs geschaffen werden. Gehemmt wird der Stellenaufbau allerdings von einem Mangel an Fachkräften.

Am Mittwoch kündigte in Hannover Europas größter Computerhersteller Fujitsu Siemens Rekordzahlen für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr an. Die Telekom-Tochter T-Systems gab bekannt, dass sie gemeinsam mit Microsoft verstärkt IT- Dienstleistungen für den Mittelstand anbieten will. Die Mobilfunkanbieter O2 und E-Plus wollen dem Festnetz bei Telefongesprächen und Internet noch mehr Konkurrenz machen.

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