Chef der grünen FH geht

- An der Fachhochschule Weihenstephan, der "grünen FH" geht eine Ära zuende: Nach 16 Jahren Präsidentschaft muss Professor Josef Herz satzungsmäßig seinen Amtssessel räumen. Vieles hat er in seiner Amtszeit auf den Weg gebracht und umgesetzt - und damit wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Antwort geben auf die Veränderung der Arbeitswelt, das hat er sich immer auf die Fahnen geschrieben.

Als Herz 1989 seine Arbeit als Präsident begann, waren gerade 2000 Studenten eingeschrieben. Inzwischen sind es doppelt so viele. "Das muss mehrere Gründe haben", sagt Herz. Ausschlaggebend sei aber die Erweiterung der Studiengänge gewesen, die für mehr Attraktivität sorgten.

Gab es einst vier klassische Studiengänge Forstwirtschaft, Gartenbau, Landschaftsarchitektur und Landwirtschaft, sind es heute drei Mal so viele. So wurde etwa die Landschaftsarchitektur um den Studiengang Landschaftsbau und -management erweitert.

"Die Erfahrung hatte uns gezeigt, dass Studenten der Landschaftsarchitektur zwar einen großen Hang zum Naturschutz haben, jedoch eher Abneigung gegenüber dem ingenieurmäßigen Landschaftsbau empfinden", erläutert der (Noch)FH-Chef. "Da es hier jedoch die meisten Arbeitsplätze gibt, richteten wir den betriebswirtschaftlichen Bereich ein, der sich großer Nachfrage erfreut."

Als Folge der Internationalisierung kamen noch vier postgraduale Studiengänge hinzu. Der jüngste, der Master of Business Administration in Regional Management (MBA), im Sommersemester 2004. "Für die FH ist es eine fantastische Möglichkeit, mit dem Master einen zweiten akademischen Grad zu verleihen, sagt Herz und hebt besonders Herz die gute Zusammenarbeit mit der Technischen Universität hervor.

Die TU konzentriert sich in ihrem Angebot auf die grundlegenden Wissenschaften, die FH übernimmt die anwendungsbezogenen Einrichtungen. Zu diesen gehört etwa die Ernährung und das Versorgungsmanagement, das heißt, Management in Großküchen und im Catering.

Auch bei der Einrichtung des Kompetenzzentrums für nachwachsende Rohstoffe in Straubing bringen TU und FH gemeinsam ein. Herz kehrt nun zu seinen Wurzeln als Tierernährungsexperte zurück. Neben der Lehre übernimmt er in der Abteilung Triesdorf Aufgaben in der Forschung. Neuer Präsident der FH Weihenstephan wird Prof. Hermann Heiler.

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