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Beschränkter Zugriff ins Netz: Das Bild wurde in einem chinesischen Internetcafé aufgenommen.

China sperrt die Website der New York Times

Chinas Regierung hat die Internetseiten von englischsprachigen Zeitungen und Fernsehsendern gesperrt. Regierungssprecher weichen auf kritische Fragen aus.

Seit Donnerstag ist die Seite der New York Times für Chinesen nicht mehr erreichbar. Das meldete die Zeitung am Samstag, 20. Dezember. Besucher von nytimes.com fanden nur ein weißes Browser-Fenster mit einer Fehlermeldung.

Einige Tage zuvor waren die Seiten der BBC, der Voice of America und der Asiaweek auch gesperrt worden. Bis Freitag waren sie jedoch wieder erreichbar, berichtet die New York Times.

Laut der amerikanischen Zeitung erklärten chinesische Regierungssprecher den Vorfall mit technischen Problemen. Offensichtlich weiß Spiegel Online mehr. Dort wird geschrieben, dass die Regierung sich darauf beruft, ausländische Seiten sperren zu dürfen, wenn sie gegen das chinesische Recht verstoßen. Das tun Zeitungen beispielsweise, wenn sie China und Taiwan als unabhängige Regionen bezeichnen - Taiwan will sich isolieren, China will die Region wieder ins Land eingliedern.

Auch die Seite der Reporter ohne Grenzen (Rog) soll laut Spiegel gesperrt sein. Auf der Rog-Liste der Länder mit der größten Pressefreiheit rangiert China unter 173 Ländern bezeichnenderweise auf Platz 167. Auch in der Liste der Feinde der Pressefreiheit ist China vertreten.

Schon im Sommer war Kritik an dem asiatischen Land laut geworden. Während der Olympischen Spiele hatte die chinesische Regierung ebenfalls einige Seiten sperren lassen - die Übersicht hat das Branchenmagazin Chip.

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