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Welche Datenschutzgesetze für einen Cloudspeicher gelten, hängt von dem Standort des Servers ab. Foto: Stefan Sauer

Cloudspeicher: Serverstandort entscheidet über Datenschutz

Wer seine Daten auf Onlinespeichern im Netz ablegt, kann von beinahe jedem Internetanschluss der Welt darauf zugreifen. Allerdings bestimmt die Wahl des Anbieters, welche Datenschutzgesetze greifen.

Berlin (dpa/tmn) - Oft genutzte Daten auf Cloudspeichern im Netz abzulegen, ist eine praktische Sache. So lassen sie sich von überall aufrufen, bearbeiten und mit anderen Nutzern teilen. Aber Vorsicht: Deutsches Datenschutzrecht gilt nur auf Onlinespeichern, die in deutschen Rechenzentren gehostet werden. Darauf weist das Telekommunikationsportal "Teltarif.de" hin. Wer Wert auf den im Vergleich zu US-Gesetzen strengeren deutschen Datenschutz legt, sollte also Dienste inländischer Anbieter nutzen.

Kostenloser Onlinespeicher aus Deutschland ist ziemlich einfach zu bekommen. Sowohl große Internetprovider als auch E-Mail-Dienstleister bieten Kunden meist einige Gigabyte (GB) kostenlosen Speicher für Fotos, Videos und Dokumente an. Häufig reicht es aus, sich eine kostenlose E-Mail-Adresse anzulegen, manche Anbieter räumen Kunden, die eigene Mediencenter-Apps herunterladen, zusätzlichen Speicher ein.

Mehr Speicherplatz gibt es gegen Gebühr. Die Preise richten sich nach der gebuchten Speichermenge und der Vertragslaufzeit. Preise beginnen bei rund 90 Cent im Monat - je nach Anbieter erhält man dafür zwischen 5 und 20 GB. Wer mehr Platz braucht, zahlt entsprechend mehr - manch ein Anbieter hat bis zu einem Terabyte und mehr im Programm.

Über eine Sache sollten sich Nutzer, die ihre Daten im Netz speichern, aber im Klaren sein: Eine Garantie gegen Datenweitergabe oder -spionage durch Nachrichtendienste ist auch eine Speicherung in Deutschland nicht. Deswegen raten die Experten dazu, Daten nur verschlüsselt im Netz zu speichern.

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