Computermesse "Systems" eröffnet

- München - Die Computermesse Systems hat in München ihre Türen für die Besucher geöffnet. Bis kommenden Freitag (24. Oktober) zeigen rund 1300 Firmen ihre Neuheiten aus Informationstechnologie und Telekommunikation. Das sind etwa 300 weniger als im vergangenen Jahr.

<P>Trotz des erneuten Ausstellerrückgangs hatten zahlreiche kurzfristige Anmeldungen in den vergangenen Wochen die Hoffnung auf einen Aufschwung nach der High-Tech-Krise gestützt. Die Systems ist nach der CeBIT das zweitgrößte Branchentreffen. Der Branchenverband BITKOM will die deutsche High-Tech-Industrie mit einer "Innovationsoffensive" wieder auf einen weltweiten Spitzenplatz führen. </P><P>"Innovation ist der Wachstumsmotor schlechthin und Deutschlands Wohlstand hängt davon ab, ob wir weiterhin Innovation hervorbringen und wie wir sie in Wachstum und Beschäftigung umsetzen", sagte BITKOM-Präsident Willi Berchtold in München.</P><P>Der Informationstechnik und Telekommunikation komme eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu mehr Wachstum zu, sagte Berchtold. Nach einem erwarteten Umsatzplus der Branche in Höhe von rund zwei Prozent auf 134 Milliarden Euro im kommenden Jahr in Deutschland sei das Ziel für 2005 eine Umsatzsteigerung um fünf Prozent. "Wenn wir dieses Plus von 5 Prozent erreichen, können wir die deutsche Wirtschaft insgesamt über die Zwei-Prozent-Marke heben und dann wieder in nennenswertem Umfang zusätzliche Beschäftigung schaffen."</P><P>Im Mittelpunkt des Programms sieht der BITKOM-Präsident die Modernisierung des Bildungswesens. "Wir bilden definitiv zu wenige Ingenieure aus, um langfristig Spitzen- und Hochtechnologien in Deutschland zu entwickeln." Von der Politik forderte Berchtold verbesserte Rahmenbedingungen. Erster und wichtigster Hebel sei eine zurückhaltende Regulierung. Vor allem die Informationstechnologie und Telekommunikation mit ihrem raschen technologischen Fortschritt brauche Gesetze, die ihrer Dynamik angemessen seien. Berchtold sprach sich zudem für flexible Arbeitsverhältnisse aus. Weitere Handlungsempfehlungen des Verbandes betreffen unter anderem einen Bürokratieabbau und eine verbesserte Mittelstandsfinanzierung.</P><P>Zu den Schwerpunkten der diesjährigen Systems gehören neben dem neuen Mobilfunkstandard UMTS und mobilen, breitbandigen Anwendungen die Sicherheit der Informationstechnik (IT) und durchgängig vernetzte Geschäftsprozesse. Die Messe richtet sich vor allem an die beiden Zielgruppen Mittelstand und IT-Entscheider. Bereits im vergangenen Jahr waren nach Veranstalterangaben rund 63 Prozent aller Besucher aus dem Mittelstand gekommen. Die Messe München rechnet angesichts der abermals gesunkenen Ausstellerzahl mit weniger Besuchern als im Vorjahr, wollte aber zunächst noch keine konkreten Schätzungen abgeben.</P><P>Auf der parallel zur Systems stattfindenden Communication World 2003 forderte Berchtold die Unternehmer zu mehr Mut auf. "Wir brauchen wieder Menschen, die bereit sind, aus der Deckung zu kommen und volles Risiko zu gehen", sagte der BITKOM-Präsident laut eines veröffentlichten Redemanuskript. Die Communication World mit 500 Teilnehmern sieht sich als Treffpunkt der Mobilfunkbranche auf der Computermesse Systems in München. Nach Angaben des Branchenverbands hat der Mobilfunkmarkt in Deutschland 61 Millionen Kunden.</P><P>Nach Einschätzung von Branchenvertretern bleiben Mobile Dienste der große Wachstumsmarkt im Telekommunikationsbereich. Als Beispiel wurden Handys mit eingebauter Kamera genannt. Im ersten Halbjahr 2003 seien mit weltweit 25 Millionen Geräten erstmals mehr Kamera- Handys als Digitalkameras verkauft worden. Diese könnten auch zum Renner im Weihnachtsgeschäft werden: Ende 2003 würden die Hälfte der in Deutschland verkauften Mobiltelefone über eine Kamera verfügen.</P>

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