Dem Computer-Spionageschädling auf der Spur

- Hamburg - Gegen den jüngsten Computer-Spionage-Schädling haben Sicherheitsexperten erste Erfolge verbucht. "Der Wurm ist analysiert", sagte der Karlsruher Antiviren-Experte Christoph Fischer am Freitag der dpa.

Der Schädling habe sich per Spam-Mail verbreitet und ausgespähte Daten auf einen Server in den USA weitergeleitet. Der Server sei bereits geschlossen. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass vor allem Online-Banking-Kunden in Deutschland gezielt ausgespäht worden waren. <P>In einem Fall soll von dem Konto eines Bankkunden bereits insgesamt 6800 Euro auf ein Auslandskonto in Lettland überwiesen worden sein. Nach übereinstimmenden Meldungen sollen jedoch alle Opfer ihr Geld wieder zurückbekommen haben.</P><P>Der Wurm hatte sich nach Angaben von Fischer am 4. September über Spam-Mail verbreitet, in der angeblich der Nachrichtensender CNN von einem Attentat gegen US-Präsident George W. Bush berichtet. Da der deutsche Text sehr fehlerhaft war, dürften zumindest einige Adressaten auf den Schwindel nicht hereingefallen sein. In der Mail hieß es: "Heute um 9 Uhr wurde der US-Prasident George W. Bush vom Scharfschutzen im Hyde Park geschossen. Der Leibwachter von Bush totete".</P><P>Mit dem Aktivieren des Links "Klicken Sie hier fur die Kriminalpolizei-Anmerkungen" wurde der Nutzer auf eine chinesische Site geleitet, über die auf den Rechnern ein Trojanisches Pferd installiert wurde. Danach sei alles mitgeschnitten worden, was der Nutzer beim Homebanking, im Auktionshaus eBay oder bei einem E-Mail- Dienst wie Hotmail an Daten eingegeben hat. Auf einem Online-Formular eingetippte PINs und TANs wurden sofort weitergeleitet und missbraucht.</P><P>Trojaner oder Trojanische Pferde schleusen sich weitgehend unbemerkt vom Nutzer in den Computer ein und spähen von dort Daten aus und leiten sie weiter. Die Daten seien dann auf einen Server in den USA übermittelt worden. Auf der Suche nach den Tätern gebe es noch keine heiße Spur, sagte Fischer. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass die Spur nach Russland führt.</P>

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