Computer-Wurm "Sobig.F" schlägt alle Rekorde

- Hamburg - Der erstmals am Dienstag in Umlauf gebrachte neue E-Mail-Wurm "Sobig.F" hat am Donnerstag bereits einen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. In seiner rasanten Verbreitung übertrifft er nach Einschätzung von Experten bislang bekannte Schädlinge um das Zehnfache. "Sobig.F" soll bereits Hunderttausende Windows-Rechner befallen haben.

<P>Das Moskauer IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab sprach am Donnerstag sogar von der "größten Epidemie" in den vergangenen eineinhalb Jahren. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte erstmals am vergangenen Dienstag vor dem gefährlichen Computer-Wurm gewarnt.</P><P>"Hunderttausende Sobig-F-Kopien geistern nun durch das Internet, so dass bei einigen Unternehmen das E-Mail-System bereits kollabiert ist", sagte Gernot Hacker, Technik-Experte bei dem Münchner Anti- Virensoftware-Hersteller Sophos. Wegen der hohen Verbreitungsgeschwindigkeit vermutet das Unternehmen, dass der Wurm so genannte Spam-Technologie zum Massenversand eingesetzt hat.</P><P>"Sobig.F" ist eine Variante des Sobig-Wurms, der vor rund einem halben Jahr im Internet in Umlauf gebracht worden war. Anders als "Lovesan", der vor einer Woche weltweit für Aufregung gesorgt hatte, verbreitet sich "Sobig.F" über E-Mail und wird erst durch einen Doppelklick des Empfängers auf den Dateianhang aktiviert. Die E-Mails ließen sich jedoch nur schwer erkennen, da die Namen des Absenders gefälscht sind, warnt das BSI. Die Mail enthält im Textteil die Aufforderung "see attached file for details".</P><P>Während "Lovesan" auf den befallenen Computern in der Regel keine nachhaltigen Schäden hinterlässt, öffnet "Sobig.F" sie für einen ungehinderten Angriff von außen. Betroffen sind alle gängigen Windows-Betriebssysteme. Bei Öffnen des Anhangs installiert der Schädling ein so genanntes Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Trojanische Pferde sind manipulierte Programme, die den Zugriff von außen auf die Daten des Rechners ermöglichen. Alle führenden Sicherheits-Unternehmen warnen dringend davor, Anhänge von eingehenden E-Mails ungeprüft zu öffnen.</P>

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