„Cost of Cyber Crime“

Cyber-Attacken verursachen Millionenschaden

Böblingen - Attacken durch Cyber-Kriminalität kosten deutsche Unternehmen durchschnittlich 4,8 Millionen Euro pro Jahr.

Damit liegt der Schaden hinter dem in den USA mit 6,9 Millionen Euro, aber noch vor Ländern wie Japan, Australien und Großbritannien mit 3,9, 2,6 und 2,5 Millionen Euro, wie aus der am Montag veröffentlichten Studie „Cost of Cyber Crime“ des US-Technologiekonzerns Hewlett-Packard hervorgeht.

Die Kosten entstehen demnach in Folge erfolgreicher Cyber-Attacken auf IT-Systeme. Die für die Studie untersuchten Organisationen verzeichneten im Schnitt 1,1 erfolgreiche Attacken pro Woche. In den USA waren es sogar 1,8 erfolgreiche Attacken in der Woche. Den größten Schaden richteten der Studie zufolge die Taten krimineller Insider an. Dazu kamen Denial-of-Service-Attacken, also Angriffe, die Systeme lahmlegen oder blockieren sowie Schadprogramme. Zusammengenommen machten sie 58 Prozent der Schäden aus.

Auf ein Jahr gesehen werden den Ergebnissen zufolge in deutschen Unternehmen derzeit etwa 40 Prozent des Schadens durch Datenverlust verursacht. 28 Prozent entstünden durch Umsatzeinbußen in Folge der Angriffe. Die aufwendigsten Gegenmaßnahmen seien die Entdeckung und die Beseitigung. Im Schnitt brauchten die Unternehmen drei Wochen, um die Folgen eines Angriffs zu beseitigen.

Erstmals wurden im Auftrag von HP neben den Folgen für US-Unternehmen auch die Folgen für Betriebe in den vier anderen Ländern erfasst. In den USA, wo die Daten bereits seit drei Jahren erhoben werden, habe sich die Zahl der Angriffe mittlerweile verdoppelt, hieß es. Die Kosten durch Schäden seien um etwa 40 Prozent gestiegen.

Für die Studie führte das Ponemon Institute in Deutschland Interviews mit 418 Führungskräften aus 43 Organisationen in 14 Branchen, die zwischen 1.044 und 95.412 Computer-Arbeitsplätze haben.

dapd

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