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Streitpunkt: Damien Hirsts Diamantenschädel.

Damien Hirst will 200 Euro von 16-Jährigem

Der Künstler Damien Hirst verklagt einen 16-jährigen Schüler, weil dieser sein Urheberrecht verletzt haben soll. Immer wieder finden sich Fälle, in denen Goliath gegen David kämpft.

Wenn ein Künstler einen anderen verklagt, weil dieser ihm die Idee geklaut hat - da sind wir uns einig, das geht in Ordnung. Man darf sich aber fragen, ob die Klage verhältnismäßig ist, wenn es sich bei dem einen Künstler um den millionenschweren Damien Hirst handelt und bei dem anderen um einen 16-jährigen Schüler. Noch dazu, wenn es um eine Summe von 220 Euro geht - für den einen ein Trinkgeld, für den anderen zwei Monatstaschengelder.

Der Schüler hat Hirsts Jewel-Skull "For the Love of God" für ein Stencil verwendet - eine Vorlage für ein Streetart-Werk. Nun verlangt der berühmte Künstler Damien Hirst aus Urheberrechtsgründen die 200 Pfund wieder, die der Schüler mit dem Bild verdient hat. Die britische Zeitung Independent berichtet über den Vorfall.

Das deutsche Blog Nerdcore berichtet über die Gegenattacke des Künstlerkollektivs Red Drag To A Bull, die sich nun für den Schüler einsetzen und sie Summe zurückzahlen wollen. Auf der Website der Künstler gibt es mittlerweile aus Protest unzählige Kunstwerke, in denen der Diamantenschädel verwendet wurde.

Es ist nicht der erste David-gegen-Goliath-Fall in der Kunstszene. Erst kürzlich war Shepard Fairey von der Fotoagentur AP verklagt worden. Fairey hatte ein AP-Bild von Barack Obama für sein Hope-Poster verwendet.

Auch Heidi Klum schreckte vor einer solchen Klage nicht zurück. Sie wollte Geld von einem Metzger, der ein Bild von Klum für einen Flyer verwendete, wie der Westfälische Anzeiger berichtet.

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